Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Umgezogen!

Posted by christophkoch - 4. Juni 2009

Dieses Blog ist umgezogen – und ab sofort hier zu finden:

http://www.christoph-koch.net/

Wenn alle ihre Lesezeichen, RSS-Reader, Blogrolls und sonstigen technischen Sperenzchen bitte umstellen würden? Danke sehr.

Ach so – falls sich jemand damit auskennt: Bekommt man eine Autoweiterleitung von einzelnen Artikel auf ihren jeweils aktuellen neuen Ort hin? Und wenn ja: wie?

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Produktbiografie: meine Videoclips

Posted by christophkoch - 12. Mai 2009

Zu einer Biografie gehören nicht nur die Schulabschlüsse und Wohnorte, sondern auch die Produkte, Frisuren und Moden, die man mit der Zeit so mitgemacht hat.

a-ha “Take On Me” (1985, Regie: Steve Barron)

Während die anderen Kinder schon Kabelfernsehen und damit MTV oder zumindest einen längst vergessenen Sender namens “Tele5″ hatten, der Musikvideos zeigte, war mein einziger Zugang zu diesem neuen Medium eine ORF-Variety-Show namens “Wurlitzer”. Wenn ich mich recht erinnere, hatte der Moderator einen Wurliwurm als Sidekick und es kamen meist Sketche und Volksmusik. Aber dies stundenlang stoisch zu erdulden, war es sowas von wert, wenn am Ende Morton Harket und sein Mädchen durch den zerknitterten Gang liefen. Dinge, die ich heute – im Gegensatz zu damals – weiß:

  • Sänger Morton Harket und die Schauspielerin wurden für ein Jahr wirklich ein Paar.
  • Für die Szene mit der Comic-Hand, die aus dem Heft ragt, stecke Harket seinen Arm durch eine Luke im Cafétisch.
  • Ja, man kann dieses Lied zu oft hören.

MyVideo-Link

***

Massive Attack “Unfinished Sympathy” (1991, Regie: Bailie Walsh)
In der Schule demonstrierten wir gegen den ersten Irak-Krieg und die coolen Typen aus Bristol nannten sich eine Weile nur “Massive”. Das war mir sympathisch, auch wenn ich musikalisch die ganze elektronische Remix- und DJ-Sache noch mit Argwohn verfolgte. Doch das Video, in dem die so traurige, so schöne Shara Nelson – in einer einzigen, über fünf Minuten langen Einstellung gefilmt – den West Pico Boulevard in L.A. herunterschlendert und dabei Männer ohne Beine, Kinder mit Wasserpistolen und Gangs mitz Pitbulls umkurvt, leuchtete mir sofort ein. Das war kein “Promo Video”. Das war Kunst. Und das kalifornische Abendlicht eine Verheißung. Selten war ich MTV so dankbar für seine Angewohnheit einem Videos in der Heavy Rotation dreimal pro Stunde um die Ohren zu hauen. Denn wir hatten zwar inzwischen Kabelfernsehen, aber immer noch keinen Videorekorder. Und “Unfinished Sympathy” ist ja eines der Videos, in denen man auch beim Hundertsten Sichten noch etwas Neues entdeckt – wie zum Beispiel das knutschende dicke Paar bei 4:11. Jahre später würde Richard Ashcroft mit “Bitter Sweet Symphony” den genau gleichen Stunt versuchen und alleine durch die Straßen streifen. Wieder sagenhaft – aber eben nur zweiter.

***

Drop Nineteens “Winona” (1992, Regie: unbekannt)
Nach langen familieninternen Diskussionen war inzwischen auch ein Videorekorder angeschafft worden und der feine Herr Sohn saß von nun an abends mit dem Finger auf der “Record”-Taste vor der Glotze und schnitt Videos wie dieses hier bei “120 Minutes” mit. Dem coolen Alternarockformat des Senders, der damals noch aus London Souveränität, Coolness und Bescheidwissen in deutsche Provinzhaushalte hinausstrahlte. Und was für eine Welt sich da plötzlich zwischen Schrankwand und Schultasche auftat: Bunte Farben und LSD-Lyrics, in Zeitlupe zum Auto rennen und beim Fahren zum Fenster raushängen, stundenlang Sauerei beim Frühstück in der Kommunenküche der Bandkollegen machen und anschließend auf dem Vorgarten mit einer Gitarre in der Hand herumtollen – so stellte ich mir das Leben vor, wenn ich endlich von Zuhause ausgezogen sein würde. Und beinahe wäre es auch so gekommen. Ach so: Bei der besungenen Winona handelt es sich selbstverständlich um die Filmschauspielerin, in die ich damals wie jeder Indiejunge verliebt war. Kann man heute wohl nur noch ebenso schwer nachvollziehen, wie die Ästhetik dieses Videos. Aber damals war all das haargenau richtig.

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Die besten Suchanfrage im April 2009

Posted by christophkoch - 4. Mai 2009

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, über andere Blogs – oder aber über Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Die besten Suchanfragem im April 2009:

  • sex bei der hausschlachtung
  • wie sieht ein interview aus?
  • was sagen millionäre als beruf?
  • mit welcher frucht eine frau vergleichen
  • hitler remix geile frösche
  • christoph koch du sau
  • frankenstein, wie er wirklich war
  • wie hebt man geld von em geldautomat ab
  • wie kann man seine freunde nerven?
  • auf bewährung jemanden gestupst
  • 1 mal beschissen und immer noch gelebt
  • london benehmen in der u-bahn
  • der zweithäufigste grund für keinen sex
  • ist freihändig fahrradfahren illegal?

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Die besten Suchbegriffe im Juni

Die besten Suchbegriffe im Mai

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Die besten Suchanfragen im März 2009

Posted by christophkoch - 3. April 2009

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, über andere Blogs – oder aber über Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Die besten Suchanfragen im März 2009

  • merkt man, dass ich noch nie sex hatte?
  • anke engelke schlimm
  • wie lang lebe ich noch?
  • Bundeswehrpimmel
  • http://www.wie ein mädchen kaken tut.de
  • geldbündel mit augen musik
  • stilvoll betrinken mit eiswürfeln
  • franz ferdinand hitler fanatiker band

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Endlich verstehen: Wer wird Millionär?

Posted by christophkoch - 1. April 2009

Im Film „Slumdog Millionaire“, der seit 19. März in den Kinos läuft, steht ein indischer Straßenjunge kurz davor, Fernsehmillionär zu werden. Hier wird verraten, wie man Günther Jauchs Wissens-Show am besten meistert.

„Dann müsste ich mich sehr einschränken“, soll Moderator Jauch einmal einer Schülerzeitung auf die Interviewfrage geantwortet haben, was er machen würde, wenn er eine Million Euro in einem Quiz gewinnen sollte. Seit fast zehn Jahren moderiert Spitzenverdiener Jauch auf RTL „Wer wird Millionär“, derzeit immer montags und freitags. Die Einschaltquoten sind nicht mehr so sensationell wie zu Beginn, aber im Gegensatz zu anderen Ländern, wo die Sendung bereits wieder abgesetzt wurde, nach wie vor überdurchschnittlich – nicht zuletzt wegen des Publikumslieblings Jauch. Rund sieben Millionen deutsche Zuschauer sehen pro Sendung zu. Millionäre hat die Show deutlich weniger hervorgebracht: Zwei Kandidaten durften jeweils eine Million Mark mit nach Hause nehmen; seit der Euroeinführung gab es insgesamt sechs Gewinner, die alle fünfzehn Fragen korrekt beantworteten.

Oscar-Abräumer: Slumdog Millionaire von Danny Boyle

Oscar-Abräumer: "Slumdog Millionaire" von Regisseur Danny Boyle

So viel Geld führt selbstverständlich in Versuchung – in England wurde beispielsweise 2003 eine Ehefrau für schuldig befunden, gemeinsam mit einem Komplizen ihren Ehemann durch Hustsignale in der Sendung zur Million geschummelt zu haben. Strafe für alle drei: zwei Jahre Haft auf Bewährung. Auch die Hauptfigur Yet Jamal Malik wird in „Slumdog Millionaire“ des Betrugs beschuldigt. Denn ein Straßenjunge könne unmöglich so viel wissen – so die Logik der Polizei. Durch Rückblenden wird dann jedoch klar, dass es bizarre Zufälle waren, die den Straßenjungen aus Mumbai auf seinem Lebensweg mit allen korrekten Antworten zu den verschiedenen Wissensfragen konfrontierte.

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Klickenswert (3): Koch-Blogs und die ewige Mär vom “Stromberg-Erfinder”

Posted by christophkoch - 25. März 2009

Relativ unerträglich ist es ja auch, wie sich ProSieben-Gagschreiber Ralf Husmann im Zuge seiner neuen Comedy “Der kleine Mann” überall einmal mehr als “der echt mal obereinfallsreiche Stromberg-Erfinder” feiern lässt. Denn jeder, der die BBC-Serie “The Office” kennt, weiß: Schamloser als Husmann und ProSieben kann man nicht klauen. Sehr angenehm und souverän dagegen, dass diese Dreistigkeit dem “einzig wahren Stromberg-Erfinder” Ricky Gervais im NEON-Interview nur einen knappen (allerdings sehr guten) Witz wert ist.

Die Show läuft in einem halben Dutzend Ländern. Von Frankreich bis Brasilien. Nur die Deutschen wollen nicht bezahlen. Die haben das Format einfach geklaut. Seltsam. Es ist eigentlich nicht die Art der Deutschen, sich etwas zu nehmen, was ihnen nicht gehört.

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Der perfekte Plan: Tromsö

Posted by christophkoch - 20. März 2009

Ganz weit da oben, im Norden von Norwegen, gibt es etwas ganz und gar Großartiges zu bestaunen. Wenn man Glück hat.

Die meisten Sehenswürdigkeiten und Naturwunder sind berechenbar: Sphinx, Matterhorn, Mach Pichu. Hinfahren, anschauen, Foto machen, fertig. Das Polarlicht ist launischer. Niemand weiß, wann es sich zeigt – und ob überhaupt. Trotzdem gibt es Orte, an denen die Chancen besser stehen als an anderen. Während man in Italien beispielsweise nur in einer von 365 Nächten die Möglichkeit hat, die farbigen Himmelsgebilde zu beobachten, gibt es einen um den Nordpol verlaufenden Ring, an dem sie in neun von zehn Nächten zu sehen sind.

Auf der Suche nach dem Bildschirmschoner der Natur: der Aurora Borealis

Auf der Suche nach dem Bildschirmschoner der Natur: der Aurora Borealis

Auf einer kleinen Insel, umgeben von Fjorden und schneebedeckten Bergen liegt Tromsö, die nördlichste Universitätsstadt Europas – genau auf diesem Ring, Wer die „Aurora Borealis“ (Magnetfelder der Sonne, die beim Kontakt mit der Erdatmosphäre bunte Schleier ans Firmament malen) sehen will, braucht trotzdem Geduld. „Sie ist eine launische Dame“, sagen Einheimische über die Aurora, während sie durch die Hauptstraße stapfen, die als vermutlich einzige der Welt eine Fußbodenheizung besitzt.
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