American Apparel: Der neue Kapitalismus
Verfasst von christophkoch am Februar 27, 2005
Dov Charney, der Gründer der Modefirma American Apparel, erklärt, warum er seine Mitarbeiter gut behandelt – und trotzdem kein Engel ist
Wer heute Mode produziert, muss sie in Fernost fertigen lassen. Muss die billigste Baumwolle verwenden und seine Arbeiter ausbeuten. Oder etwa doch nicht? Eine T-Shirt-Firma aus Los Angeles geht einen anderen Weg.

Auf den ersten Blick ist es ein ganz normales T-Shirt. Ein etwas langweiliges sogar. Es hat keinen Aufdruck, nicht einmal unterschiedliche Farben. Nur ein winziges Schildchen hinten im Kragen verrät, warum es dennoch ein besonderes T-Shirt ist. „Sweatshop free“ steht da und dass das T-Shirt statt in einer menschenunwürdigen Schwitzbude in Fernost mitten in Los Angeles gefertigt wurde. Die Firma, die dieses T-Shirt herstellt, heißt American Apparel und hat gerade Läden in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin eröffnet. Alle drei bieten die Kollektion der US-Firma an, die vorwiegend aus Baumwollshirts, Unterwäsche und Trainingskleidung besteht. Schlichte, farbenfrohe Kleidung, die nicht nur sauber aussieht, sondern auch sauber produziert wurde.
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