Christoph Koch

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Archiv für Juli, 2005

Das perfekte Wochenende: Fürstenfeldbruck

Verfasst von christophkoch am Juli 6, 2005

Enthauptete Ehefrauen, eine Nase voll Nutella und das Emmeringer Hölzl

Ortsnamen wie Fürstenfeldbruck oder Überacker kämen in dieser Rubrik viel zu selten vor, ließ mich mein Vater neulich am Telefon wissen. »Als ob man hier bei uns kein perfektes Wochenende verbringen könnte!« Er hat ja Recht. Und so steige ich an einem Samstag in die S-Bahn und finde mich bald in meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck wieder.

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Wir beginnen das Wochenende im Emmeringer Hölzl: Bei diesem Naturschutzgebiet handelt es sich um nichts weniger als ein Paradies. Hier zerplätschert sich die Amper in unzählige Nebenarme, die durchschwommen, durchwatet oder aufgestaut werden können. Die Dämme, die ich hier als Kind mit Freunden baute, waren die mächtigsten, die die Welt je gesehen hat.

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Natalie Press: Überzeugende Lügnerin

Verfasst von christophkoch am Juli 5, 2005

Schauspielerin Natalie Press spricht über erlaubtes Flunkern, Lügen aus Langeweile und die Ehrlichkeit von Politikern

 

Natalie Press gilt als eine der besten Nachwuchsschauspielerinnen Englands. Sie drehte bereits mit Ralph Fiennes und Penelope Cruz. In dem sehenswerten Film „My Summer of Love“, der gerade ins Kino gekommen ist, spielt die 23-jährige Londonerin ihre erste Hauptrolle: Mona, ein Mädchen aus der Unterschicht, das mit der wohlhabenden Tamsin eine Freundschafts- und Liebesbeziehung eingeht. Diese amour fou dauert einen brütend heißen Sommer lang an, bevor sie mit einer großen Enttäuschung endet. Ein Interview über das Lügen.

 

Hast du es als Schauspielerin leichter, weil du auch im echten Leben besser lügen kannst als andere?
Jeder hat doch so kleine Tricks, dafür muss man kein Schauspieler sein. Ich weiß auch nicht, ob es richtig ist, Ehrlichkeit immer als größte aller Tugenden hochzuhalten. Du kannst auch ehrlich sein und es macht dich zum Arschloch. Weil die Person in dem Augenblick vielleicht gerade etwas anderes gebraucht hätte.

 Summer of love

Ab und zu flunkern ist also erlaubt. Wo ist für dich die Grenze?
Wenn ich bei einem Casting zum Beispiel so tue, als sei ich Schottin, um eine schottische Rolle zu bekommen, finde ich das nicht verwerflich. Wenn ich aber behaupte, meine Mutter wäre gestorben, nur um eine Waise spielen zu dürfen – das finde ich krank. Aber es gibt Kollegen, die tun das.

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