Christoph Koch

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Archiv für Februar, 2006

Der Domino-Effekt

Verfasst von christophkoch am Februar 27, 2006

Ein Porträt des derzeit coolsten Plattenlabels der Welt

 

„Wir haben gerade eine Band aus Glasgow namens Franz Ferdinand unter Vertrag genommen: Sie haben tolle Songs und sind sehr bunt und frisch, deshalb setze ich große Hoffnungen in sie“. So spricht jemand, der bereits Großes ahnt, sich aber nicht annähernd ausmalt, wie sehr bald die ganze Welt auf die beschriebene Band spinnen wird. Laurence Bell spricht so, der Gründer der britischen Plattenfirma Domino Records. Das Interview stammt aus dem Jahr 2003, damals gab es Domino seit genau zehn Jahren. Eine Firma, die vor allem Musikgourmets für Lizenzen von US-Labels wie Sub Pop oder Drag City bekannt war. Laurence Bell hatte für eine andere Plattenfirma gearbeitet, bis er sich mit Jacqui Rice zur Selbständigkeit entschloss. Eine Selbständigkeit, die zunächst bedeutete im Keller neben einem Telefon und einem Faxgerät zu sitzen und Bands wie Sebadoh oder Pavement sowie gemütliche Singer-Songwriter wie Bill Oldham auf britisches Vinyl pressen zu lassen.

 

Domino

 

Inzwischen ist die Firma auf neun Leute angewachsen, residiert im Londoner Stadtteil Wandsworth und feiert mit Bands wie Franz Ferdinand oder den Arctic Monkeys gigantische Erfolge. Der vergangene Oktober war ein guter Monat für Bell und Rice: Erst kam das zweite Franz-Ferdinand-Album „You Could Have It So Much Better“ auf Platz Eins der Charts, kurz danach schaffte die Single „I Bet You Look Good On The Dancefloor“ der Arctic Monkeys dasselbe.

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Gudrun Pausewang: Die Frau hinter der Wolke

Verfasst von christophkoch am Februar 27, 2006

Kinderbuchautorin Gudrun Pausewang warnt vor den Gefahren der Atomkraft

 

Ihr Antiatomkraft-Buch „Die Wolke“ (1987) verkaufte sich millionenfach und wurde in 13 Sprachen übersetzt. In Deutschland muss es fast jeder Schüler im Lauf der Mittelstufe lesen. Über die Autorin ist dagegen nur wenig bekannt. Gudrun Pausewang, Jahrgang 1928, hat insgesamt über 80 Bücher verfasst – eigentlich ist sie Grundschullehrerin. Zwölf Jahre lebte sie in Südamerika, heute wohnt sie in der Nähe von Fulda und schreibt immer noch jeden Tag. Am 16. März kommt „Die Wolke“ als Film in die Kinos. Zeit, mit der Autorin über Problemliteratur, junge Leser und den Atomausstieg zu sprechen.

Die WOlke

 

 

Frau Pausewang, wie waren Ihre Reaktionen, als Sie erfahren haben, dass Ihr Roman „Die Wolke“ verfilmt wird?
Das ist ja schon der dritte Versuch, ihn zu verfilmen. Vor etwa zwölf Jahren ist ein Projekt gescheitert, darüber war ich froh. Denn davon war ich nicht so begeistert. Vor etwa vier Jahren scheiterte ein anderer Versuch angeblich am Geld. Jetzt habe ich mich gefreut und war gespannt auf das Drehbuch – mir kam es vor allem darauf an, dass meine Botschaft rüberkommt.

 

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Ich bin nicht Stiller!

Verfasst von christophkoch am Februar 3, 2006

amazon stiller

Screenshot: amazon.de

“Ich bin nicht Stiller! Tag für Tag, seit meiner Einlieferung in dieses Gefängnis, das noch zu beschreiben sein wird, sage ich es, schwöre ich es und fordere Whisky, ansonsten ich jede weitere Aussage verweigere.” (aus “Stiller” von Max Frisch)

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