Verfasst von christophkoch am Juli 6, 2006
Wellness, Käseräder und brasilianische WM-Vorbereitung
Früher wohnte ich mit Till in einer WG, vier Jahre ist das her, inzwischen sehen wir uns nicht mehr so oft. Als er mir am Telefon erzählt, dass er vielleicht ein Jobangebot in Brasilien annehmen will, höre ich an seiner Stimme, wie er hadert. Warum das nicht in Ruhe, von Angesicht zu Angesicht besprechen? Das PARK HOTEL WEGGIS am Vierwaldstättersee erweist sich als idealer Platz: Die brasilianische Fußballmannschaft stieg in den zwei Vorbereitungswochen vor der WM hier ab und der Ort ist immer noch brasilianisch beflaggt.

Die Palmen am Seeufer halten wir zuerst ebenfalls für Begrüßungsdeko, wollen sie doch gar nicht zu den schneebedeckten Bergen im Hintergrund passen. Doch eine freundliche Einheimische klärt uns auf: Da die Rigi, ein Felsmassiv oberhalb von Weggis, die Sonnenwärme reflektiert, entsteht ein Mikroklima, das die Palmen sogar im Winter überleben lässt. Wir fahren mit dem Dampfschiff über den See nach Luzern, vorbei an der RÜTLIWIESE, auf der 1291 die Schweiz gegründet wurde. Da das Wetter zu gut für einen Besuch im Picasso- oder Wagner-Museum ist, setzen wir uns am Rathausquai vor den Schwibbögen der RATHAUS BRAUEREI in die Sonne – 1:0 für den brasilianischen Lebensstil. Beim Traditionsgeschäft BUCHERER sehen wir uns anschließend die neuesten Schweizer Uhren an. Dass Till sich keine kauft, werte ich insgeheim als Hinweis auf eine innere Abkehr von der deutschen Pünktlichkeit.
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Verfasst von christophkoch am Juli 5, 2006
Katharina Schüttler (26) und Constantin von Jascheroff (20) gelten als zwei der besten jungen Schauspieler des Landes. Während Katharina neben Filmrollen („Die innere Sicherheit”, „Das weiße Rauschen”) vor allem Theater spielt und zum Beispiel als „Hedda Gabler” zum Theatertreffen eingeladen wurde, ist Constantin nebenher als Synchronsprecher und Musiker erfolgreich. Mit „Wahrheit oder Pflicht (Katharina) und „Falscher Bekenner” (Constantin) sind derzeit beide im Kino zu sehen. Das gemeinsame Thema der Filme: Elterliche Erwartungen, Leistungsdruck und Versagensängste.
Ihr seid beide gerade im Kino zu sehen: beide in der Rolle von Kindern, die die Erwartungen ihrer Eltern, was Schule und Ausbildung betrifft, nicht erfüllen können – und darunter leiden. Glaubt ihr, das sind nur Einzelfälle, die sich Drehbuchschreiber ausdenken?
Constantin: Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, das kann man voraussetzen. Aber viele machen dann trotzdem einiges falsch – und setzen ihre Kinder unter Druck. Jeder geht anders mit diesem Druck um. Armin, meine Rolle in „Falscher Bekenner”, lässt das einfach über sich ergehen. Er ist zu faul und zu müde, um mit seinen Eltern zu reden.
Stattdessen geht er zu sinnlosen Vorstellungsgesprächen und flüchtet sich in eine Traumwelt.
Constantin: Ich glaube, das kommt tatsächlich häufig vor bei Leuten, die mit der Schule fertig werden und sich nie Gedanken gemacht haben, was sie nachher eigentlich machen wollen. Die geraten dann in so eine Leere.
Ihr habt beide schon früh mit der Schauspielerei angefangen – gab es diese Phase der Unentschlossenheit also nie?
Katharina: Nein, ich bin früh in die Schauspielerei hineingewachsen. Es gab auch nie dieses Sicherheitsdenken, erst etwas Solides als Grundlage zu machen und sich dann in der Kunst zu versuchen.
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