Christoph Koch

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Archiv für März, 2007

Echo-Verleihung: Der Spaßterror ist vorbei

Verfasst von christophkoch am März 27, 2007

Trotz Stilfragen und Branchenkrise – die Echo-Verleihung 2007 war besser als erwartet

Und dann weinte Ralph Siegel regelrechte Bäche, die er wieder und wieder mit grantigen Bewegungen wegwischte. „Ach, Scheiße”, konnte man von seinen Lippen ablesen, während er sich vor- und zurücklehnte, in der Hoffnung, den Großaufnahmen zu entkommen. Als Siegel schließlich die gebogenen Eisenskulptur aus den Händen seines ehemaligen Grand-Prix-Schützlings Nicole („Ein bisschen Frieden”) entgegennahm, erhob sich das Publikum im Palais des Berliner Messezentrums zum Stehapplaus – und die Veranstaltung hatte einen jener rührseligen Momente, die große Award-Shows ausmachen.

Es wäre natürlich einfach, sich über die Echo-Verleihung der Deutschen Phono-Akademie lustig zu machen, über die aufgedonnerten Stars, über die brüllende Fotografen, kreischenden Fans oder die selbstgemalten Schilder der Tokio-Hotel-Groupies, auf denen keinesfalls ernst gemeinte Versprechen stehen wie „Bill, ich will doch nur reden!”. Und über die kränkelnde Musikbranche, die trotzdem „sich selbst feiert”, als wäre eine Party ein Verbrechen.

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Malcolm McLaren über das graue Sweatshirt

Verfasst von christophkoch am März 24, 2007

Ich mag graue Sweatshirts sehr gern, in meinem Kleiderschrank liegen immerhin vier Stück. Mir gefällt ihre Einfachheit – jeder kann sie tragen. Die meisten Menschen sehnen sich heute nach einer gewissen Anonymität, aber auch nach Dingen, die leicht zu verstehen sind. Wir alle haben in den letzten Jahren eine Überdosis bekommen – eine Überdosis Mode. Es gab niemals so viele Werbeanzeigen, niemals so viele Fernsehprogramme über Mode. Trotzdem gelingt es nur noch schwer, die Aufmerksamkeit der Leute zu erreichen. Mode spielt eine immer geringere Rolle in unserem Leben. Sie ist nicht mehr auf der Titelseite. Sie treibt unsere Kultur nicht in dem Maße an, wie sie es einmal wollte.

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