Verfasst von christophkoch am Mai 29, 2007
Erinnerungen an die Anfangstage des Berliner Techno
Am 24. Mai öffnet der legendäre Techno-Club Tresor wieder seine Stahlpforten – in einer neuen Location an der Köpenicker Straße. Eine gute Gelegenheit, sich zu erinnern, wie vor beinahe 20 Jahren Techno begann. Wie war es in den ersten Jahren im alten Tresor in der Leipziger Straße? Im Walfisch, im Bunker und im UFO? Wie war das mit Ost und West, mit den Polizisten, den Drogen und dem Sex? Drei Macher, die von Anfang an dabei waren, erinnern sich.
Der Tresor
Jeder, der zum ersten Mal in den Tresor kam, sagte: Das ist der Ort! Die Rohheit dieses Kellers war der perfekte Rahmen. Das war keine Disco, in die man ein paar Tarnnetze gehängt hatte. Es war die Definition von Techno. Als Underground Resistance im Tresor auftraten, waren die geflasht, plötzlich in einer Stadt angekommen zu sein, für die sie ihre Musik geschrieben hatten. Das war eine perfekte Symbiose. In Detroit wurde die Musik gemacht, aber gelebt wurde sie im Tresor. Das war der richtige Ort zur richtigen Zeit. Die Frankfurter haben immer vom Dorian Gray geschwärmt. Als ich Mitte der 90er zum ersten Mal mit großen Erwartungen dort war, war ich sehr enttäuscht: dass sah aus wie eine Dorfdisco mit integrierter Pizzeria. Im Gegensatz dazu war das Omen für mich ein Club, der zur Legendenbildung taugte.
Mijk van Dijk
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Verfasst von christophkoch am Mai 27, 2007
Die deutsche Sicherheit beginnt bekanntlich schon am Hindukusch und für die Jungs gleich nach dem Abitur. Alles über unsere tolle Truppe von A bis Z.
A fghanistan: 3156 deutsche Soldatinnen und Soldaten beteiligen sich am ISAF-Einsatz in Afghanistan und Usbekistan – das ist mehr als ein Drittel aller im Ausland eingesetzten Bundeswehrtruppen. Die internationale ISAF-Truppe (International Security Assistance Force) wurde 2001 nach dem Sturz des Taliban-Regimes aufgestellt und soll im Auftrag der Vereinten Nationen »die afghanische Regierung bei der Wahrung der Menschenrechte sowie bei der Herstellung der inneren Sicherheit unterstützen. « 18 der insgesamt 65 deutschen Soldaten, die bisher bei Auslandseinsätzen ums Leben kamen, sind am Hindukusch gestorben. Die Bundeswehr kämpft dort offiziell nicht gegen das Terrornetzwerk Al Kaida oder die Taliban – das ist Aufgabe der Operation »Enduring Freedom«, an der die deutsche Marine mit rund 300 Mann am Horn von Afrika beteiligt ist.
B erufsarmee: Seit es die Bundeswehr gibt, werden die Modelle Wehrpflicht- und Berufsarmee gegeneinander abgewogen. Die Vorteile einer Berufsarmee, wie sie beispielsweise die USA (seit dem Vietnamkrieg) oder Frankreich (seit 2001) besitzen, sind eine höhere Professionalität und bessere Ausbildung sowie damit verbundene Truppen- und Kostenreduzierung. Kritiker befürchten hingegen, dass eine Berufsarmee schneller und unbesonnener eingesetzt werden könnte als eine Wehrpflichtigenarmee. Außerdem könnte sich eine Berufsarmee stärker nach außen ab - schotten und sich wie ein »Staat im Staat« der Kontrolle durch Gesellschaft und Politik entziehen. Die Bundeswehr besteht derzeit etwa zu einem Drittel aus Berufssoldaten, einem Drittel aus Freiwilligen und einem Drittel aus Wehrpflichtigen.
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Verfasst von christophkoch am Mai 17, 2007
Wer sein U-Boot sucht oder den Wahlausgang schon vorher wissen möchte, der fragt am besten die Masse. Das rät der amerikanische Wirtschaftskolumnist James Surowiecki.

Herr Surowiecki, Sie sagen, dass Gruppen klüger sein können als ihre klügsten Mitglieder. Schwer vorstellbar.
Natürlich, jeder glaubt zuerst das Gegenteil: Gruppen von Menschen sind dumm. Die Masse ist für uns schlimmstenfalls ein tumber und gefährlicher Mob, bestenfalls eine verwässerte, auf Durchschnitt ausgerichtete Gruppe, die nur den kleinsten gemeinsamen Nenner sucht.
Und weshalb sagen Sie: Die Masse ist schlau?
Die Beweise sind überwältigend. Das einfachste Beispiel ist das mit den Bonbons: Lässt man eine größere Gruppe von Menschen schätzen, wie viele Bonbons in einem Glas sind, ist der Durchschnitt ihrer Einzelschätzungen meist sehr nah an der wahren Anzahl. Viel näher als die beste Einzelschätzung. Auch bei Wer wird Millionär? antwortet die Masse, wenn man den Publikumsjoker nimmt, viel öfter richtig als die Experten, die der Kandidat anruft.
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