Christoph Koch

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Archiv für Juni, 2007

Die neue urbane Etikette

Verfasst von christophkoch am Juni 19, 2007

Wie wir in der modernen Großstadtwelt besser miteinander klarkommen

jeans_etikette

Unter welchen Umständen ist es im Nachtleben in Ordnung als Frau ein Männerklo zu besuchen – und ist es umgekehrt ebenso denkbar?

Guter Stil ist es auch bei Damen nicht, sich auf das weniger frequentierte Herrenklo zu schleichen. Bei Schlangen, die sich mehrmals um den Dancefloor winden, ist es jedoch möglich, dass dies manchen Damen egal wird. Absolut ausgeschlossen ist es, als Mann die Damentoilette aufzusuchen, nur weil dort gerade kein Betrieb ist und sich bei den Herren ein Koksrückstau vor den Kabinen gebildet hat. Im Falle eines kompletten Zusammenbuchs des männlichen Toilettentrakts obliegt es dem Clubbetreiber oder seiner Toilettendame (siehe zitty-Ausgabe 12), die Geschlechtertrennung offiziell aufzuheben.

Wann und wo darf ich mein Handy benutzen?

Grundsätzlich gilt: Telefonate eines Fremden mithören zu müssen, ist immer eine anstrengende Zumutung, da einem das „Weghören” schwerer fällt, als bei einer Unterhaltung zweier real anwesenden Personen. Warum? Unbewusst versucht unser Gehirn ständig, die fehlende Hälfte des Gesprächs zu ergänzen - und kann deshalb das ins Handy gebrüllte Fragmente wie „Aber wieso? … Ach so, verstehe! … Auf gar keinen Fall!” nicht so einfach ausblenden. Die Faustregel ist also: Wo immer Menschen Ihrer Telefonkonversation schutzlos ausgeliefert sind, ist es ein Akt der Höflichkeit, darauf zu verzichten, oder den Raum zu verlassen. Zuhause oder auf der offenen Straße können Sie so viel telefonieren, wie Sie wollen. Tabu sind Handygespräche jedoch in Restaurants, U- und S-Bahn, Aufzügen, Besprechungen, Fitnessstudios und Kinos (auch während der Werbung) sowie an der Supermarktkasse. Wer auf der Toilette telefoniert – ganz egal, ob auf der eigenen oder einer öffentlichen – ist für Gedanken über Etikette vermutlich sowieso nicht allzu empfänglich.

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Wie wird man eigentlich … Souffleuse?

Verfasst von christophkoch am Juni 18, 2007

Über 60 Jahre hat Elisabeth Müller inzwischen am Theater verbracht - davon die meiste Zeit als Souffleuse am Berliner Maxim-Gorki-Theater.

Souffleuse

Auch wenn die 75-Jährige inzwischen nur noch einige Vorstellungen pro Monat souffliert, merkt man, dass Elisabeth Müller nach wie vor zur großen Familie der berühmten Berliner Bühne gehört. In der Theaterkantine hat sie eine eigene Tasse mit ihrem Vornamen drauf (Wenn auch ein scheußliches Ding), und alle paar Minuten bleibt jemand an ihrem Tisch stehen, um sie - Ach Mensch, die Betti! - zu begrüßen.

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Die letzte Folge

Verfasst von christophkoch am Juni 9, 2007

Fernsehen, wann man will und was man will: wie Internet und DVD-Boxen das Zuschauen verändern

sopranos

Malte war noch nie gut im Warten. Er wird deshalb am Montag früher aufstehen als sonst. Er wird seinen Computer anschalten, Kaffee aufsetzen und im Internet die letzte, die allerletzte Folge seiner Lieblingsserie “Die Sopranos” herunterladen. In der Nacht zum Montag wird das lang erwartete “Season Finale” in den USA ausgestrahlt, wenige Stunden später wird es als Videodatei im Netz stehen. Niemand weiß, wann und ob die Ausstrahlung in Deutschland erfolgen wird, aber das ist Malte auch egal. Er “saugt” Videos aus dem Netz, vorwiegend komplette Staffeln von US-Serien: “Sopranos”, “24″, “Grey’s Anatomy” oder den neuesten Quotenschlager “Heroes”.

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