Die sieben Geld-Typen
Verfasst von christophkoch am November 25, 2007
Der Prasser, der Sparer, der Vorsichtige - wie wichtig man Geld nimmt, verrät schon das Verhalten am Geldautomaten.

1 Der VERDRÄNGER
»Das kann ich mir jetzt echt nicht geben«, hört man den Verdränger stöhnen, wenn er mal wieder eine Rechnung aus dem Briefkasten fischt und in den großen Stapel hinter seinem staubigen Computermonitor schiebt. Dass der Stapel sich von dort längst unter den Tisch und hinter die Heizung weiterschlängelt, ahnt der Verdränger, aber … verdrängt es eben auch ganz gut. Kontoauszüge wirft er ungelesen in den kleinen Papierkorb im Sparkassenvorraum, die Steuer macht er, »wenn mal mehr Ruhe ist« - und wenn der Kundenberater von der Bank anruft, behauptet er stets, der Mitbewohner zu sein, aber eine Rückrufbitte »selbstverständlich« weiterzuleiten. Das Bemerkenswerte: Zur richtigen Vollkatastrophe mit Zwangspfändung oder zertrümmerten Kniescheiben kommt es trotzdem nie. Was viel leicht auch daran liegt, dass der Bankberater auch den großen Bruder des Verdrängers betreut - und dieser in extrem brenzligen Situationen immer mal wieder einen vierstelligen Betrag überweist. Wofür sich der Verdränger sogar bedanken würde - wenn er es denn mitbekäme.
Größter Ausgabeposten: Drei Worte, die nur für ihn erfunden wurden: Verzugszinsen, Mahngebühren und Säumniszuschläge.
Verhalten am Geldautomaten: Gedankenverloren singt er sein Lieblingslied der Hamburger Band Die Sterne: »Diese Scheiße mit dem Geld und ihr Verlauf, reibt dich nur auf.«
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