Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Archiv für Dezember, 2007

Joy Division: Ruhm posthum

Verfasst von christophkoch am Dezember 26, 2007

Ein Kinofilm, Wiederveröffentlichungen und dutzende Epigonen – 30 Jahre nach ihrer Gründung ist die Band Joy Division präsenter als je zuvor

Der Morgen des 18. Mai 1980 dämmert, über den grauen Reihenhäusern des nordenglischen Macclesfield geht die Sonne auf. Auf dem Plattenteller von Ian Curtis liegt Iggy Pops Platte „The Idiot“. Der blasse 23-Jährige hat sich gerade Werner Herzogs Film „Stroszek“ angesehen, morgen soll er mit seiner Band Joy Division auf eine USA-Tournee gehen, die der Band den Durchbruch bringen könnte. Doch anstatt seinen Koffer zu packen, geht er in die Küche und hängt sich auf.

Control1

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Studentenbriefe: Post in die Heimat

Verfasst von christophkoch am Dezember 16, 2007

Nachdem Studenten und Berufsanfänger das heimische Nest verlassen haben, melden sie sich nach Meinung der Eltern nur noch viel zu selten - per Brief, E-Mail oder Telefon. Das liegt daran, dass die meisten einfach nicht wissen, wie Sie – gerade in kritischen Momenten – ihre Anliegen so formulieren sollen, dass Mutter & Vater sie verstehen. Der UniSpiegel-Sprachkurs hilft bei diesem Dilemma.

 

Lektion 1 – Die Reise

Die Situation: 

Sie wollen mit einer Handvoll Unifreunden eine wilde Wochenendreise unternehmen – leider fehlt Ihnen dazu das nötig Kleingeld

 

Aufgabe:

Verfassen Sie eine E-Mail, mit der Sie sich das nötige Reisebudget bei Ihren Eltern besorgen.

 

Das wollen Sie schreiben:

„Ich brauche leider mal wieder mehr Geld, weil ich mit ein paar Freunden übers Wochenende nach Amsterdam fahren will – und leider immer noch keinen Job gefunden habe. Es wäre super, wenn Ihr mir bis allerspätestens Donnerstag so um die 500 Euro überweisen könntet, denn am Freitag wollen wir mit Oschis VW-Bus schon früh los – nachmittags sind die Coffeeshops noch nicht so voll. Wir pennen zwar auf dem Campinglatz, aber der Eintritt für den Club, in dem Leute live auf der Bühne Sex haben, kostet allein 60 Euro. Aber keine Angst, dafür sind aber auch schon eine Menge Freigetränke drin, es ist also wirklich kein zum Fenster rausgeworfenes Geld. Und überhaupt, was soll denn der ganze Stress – Ihr wart doch schließlich auch mal jung.“

 

Das sollten Sie schreiben:

„Wie ich Euch sicher schon einmal erzählt habe, lässt es mein Stundenplan derzeit nicht zu, dass ich mich nach einem Nebenerwerb umsehe. Deshalb befinde ich mich ausgerechnet jetzt in einer finanziell angespannten Lage, wo der Ausflug unseres Orientierungskurses ansteht. Dort soll für den Schwerpunkt „Großstadtsoziologie“ das Phänomen der Gentrifizierung in der Innenstadt von Amsterdam analysiert werden. Es wäre nicht nur für mich, sondern auch für meine Kommilitonen sehr schade, wenn ich aus finanziellen Gründen auf diese Exkursion müsste. Der Professor hat die Teilnahme zwar nicht zur Bedingung gemacht, aber ich bin sicher, dass es sich negativ auf meine Endnote auswirken wird, wenn ich nicht mitfahren kann.“

 

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Wie wird man eigentlich … Glücksbote, Herr Willers?

Verfasst von christophkoch am Dezember 13, 2007

Wo auch immer er an der Tür klingelt - Bernd Willers, 55, ist überall ein gern gesehener Gast. Denn er informiert die Gewinner der Westdeutschen Lotteriegesellschaft (Westlotto) über die Höhe ihres Gewinns – und berät sie, wie sie mit dem vielen Geld am besten umgehen.

Offiziell nennt man meinen Beruf ja „Gewinnerberater“. „Glücksbote“ klingt so märchenhaft, dabei geht es ja um ganz reales Geld – und darum, wie es das Leben von Menschen urplötzlich verändern kann. Nach der Schulausbildung habe ich eine Lehre bei einer großen Bank mit Abschluss als Bankkaufmann gemacht, und danach ein BWL-Studium absolviert. Die Anstellung bei West-Lotto war meine erste Berufstätigkeit, ich bin dort inzwischen seit über 30 Jahren tätig. Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Exotische der Branche gereizt. Aufgrund des derzeit geltenden Lotterierechts und des staatlichen Glücksspielmonopols gibt es ja nur eine begrenzte Anzahl von Lotterieunternehmen in Deutschland. Da ist es schon interessant bei einem dieser Unternehmen tätig zu sein. Ich finde auch, Menschen in ihren Träumen und bei deren Realisierung zu unterstützen, ist eine sehr reizvolle Aufgabe.

Lotto1

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Die besten Suchanfragen im November

Verfasst von christophkoch am Dezember 2, 2007

Im Vergleich zum letzten Monat gab es trotz gestiegener Zugriffszahlen nur eine magere Ausbeute an skurrilen Suchanfragen. Ob beispielsweise die Bundeswehrfahrzeuge getarnt oder betankt werden sollen, war der Suchanfrage (”Bundeswehrfahrzeuge selbst tanen”) nicht so recht zu entnehmen - ebenso wenig wie die Tatsache, dass jemand nach Survivalstrategien im Büro suchte (ganze elfmal übrigens), aber keinesfalls wollte, dass ein gewisser Herr Rosentiel etwas damit zu tun haben möge.

 

 

Suchanfragen November 2007

 

  • berlin abgasregelung
  • büroweihnachtsfeier sketche
  • Bundeswehrfahrzeuge selbst tanen

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Die Druntermieter: Nachbarn von A bis Z

Verfasst von christophkoch am Dezember 1, 2007

Samstagnachmittag, der Möbelwagen steht vor der Tür - mal wieder neue NACHBARN. Dabei hatte man sich gerade erst an die alten gewöhnt. Na ja. Hoffen wir einfach mal das Beste. Ein A bis Z über die anderen unter unserem Dach.

A ltnazi: Bestandteil beinahe jeder größeren Hausgemeinschaft, oft leider sogar als Hausmeister. Seine Lieblingsbeschäftigungen:

  • im Parterre oder ersten Stock wohnen, um Hoheit über die Eingangstür zu besitzen
  • an dieser ein Schild in altdeutscher Schrift anbringen: »Abends ist die Türe von ALLEN Bewohnern UNBEDINGT abzuschließen!!!«
  • die Tür trotzdem immer selbst abschließen
  • im Stirb-langsam-Unterhemd an der Teppichstange hinterm Haus Klimmzüge machen
  • auf dem >Balkon sitzen, Äpfel schneiden und das Horst-Wessel-Lied pfeifen
  • sich auf dem Hoffest weigern, neben der türkischen Familie zu sitzen (zu deren Erleichterung)
  • aufs Fenstersims gelehnt beobachten, was das »restliche Gesindel« treibt.

 

B alkon: Dreh- und Angelpunkt sommerlicher Streitigkeiten. Grundsätzlich gilt: Grillen ist erlaubt, allerdings nur, solange der Qualm nicht konzentriert in die Nachbarwohnung zieht, denn das ist eine »bußgeldpflichtige Ordnungswidrigkeit«. Deshalb so gut wie möglich Abstand vom Haus halten und Aluschalen oder einen Elektrogrill verwenden.

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