Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Archiv für Januar, 2008

Spritzen-Story

Verfasst von christophkoch am Januar 31, 2008

Warum wir nicht aufhören können, über Pete Doherty zu reden – obwohl dieser womöglich nur eine Erfindung ist

 

Die Pete-Doherty-Uhr muss Mitte 2005 ihren Weg in die Redaktionsstuben weltweit gefunden haben. Seither müssen eigens dafür beschäftigte Praktikanten mehrmals am Tag die Zeiger der Uhr so umstellen, dass sie den gegenwärtigen Zustand des Babyshambles-Sängers korrekt wiedergeben: „inhaftiert / nicht inhaftiert“, „von Kate Moss getrennt / mit ihr zusammen“ oder „clean / beim Crackrauchen gefilmt“ – so lauten die unterschiedlichen Parameter, die sich gerne auch mehrmals täglich ändern können. Ein bisschen sieht das Ganze aus, wie die Scheibe, die in altmodischen WG-Küchen anzeigt, wer gerade Spüldienst hat. Redaktionen, die zunächst glaubten, auf eine solche Pete-Doherty-Uhr verzichten zu können, wurden alsbald dadurch bestraft, dass sie den Überblick über die Eskapaden der „Skandalnudel“ (Visions) völlig verloren und ihren Lesern stets veraltete Informationen aus den britischen Boulevardblättern abschrieben.

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Doch woher kommt es, dass wir uns alle – vom loyalen Fan Dohertys erster Band Libertines bis zum an Musik völlig Desinteressierten – fesseln lassen vom Schicksal des jungen Mannes mit den traurigen Augen? Nach Neuigkeiten aus seinem Leben zwischen Konzertbühne und Gerichtssaal gieren? Das Geheimnis von Pete Doherty ist, dass er jedem Betrachter eine eigene Projektionsfläche bietet. Der Musikfan kann darüber wehklagen, dass einer der brillantesten Songschreiber der Gegenwart sein Leben den Gulli hinunterspritzt – beziehungsweise von der bösen Presse auf ein amüsantes Drogenwrack-Spektakel reduziert wird. Freunde des Promi-Tratsches können stundenlang darüber philosophieren, was die „Skandalnudel“ (Berliner Morgenpost) und Kate Moss aneinander finden, wer mehr von den gemeinsam gemachten Schlagzeilen profitiert und wer mehr unter der letzten Trennung gelitten hat. Mode-Aficionados diskutieren erregt den Einfluss von Dohertys Stil auf die neue Kollektion von Hedi-Slimane und die Qualität der Designs, die die  „Skandalnudel“ (Die Zeit) für das britische Kultlabel Gio-Goi entworfen hat. Und die aufrechten Feinde der Boulevardisierung und Celebrity-Hörigkeit der Medienlandschaft werden geeint in ihrem Hass auf diese „männliche Paris Hilton“, der sie jedes Recht absprechen, überhaupt im Rampenlicht zu stehen: „Der nervt doch nur, dieser Typ“.

 

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A bis Z: Die Weltreise

Verfasst von christophkoch am Januar 26, 2008

Zu viele Papierstapel in deinem Leben? Zu viel Bürokaffee, Handyklingeln und immergleiche Gespräche? Genug von der Routine und den seit Wochen kalten Füßen? Vielleicht ist es ja Zeit für eine Weltreise. Jeder träumt davon, nur wenige tun es. Dabei hört man stets dasselbe: Gar nicht so schwer … lohnt sich immer … einfach machen …

Eine Annäherung in 26 Begriffen.

 

Around-The-World-Ticket

Der klassische Weg, um die Erdkugel zu umrunden. Wichtig ist, zwischen den flexiblen Tickets zu unterscheiden, die zum Beispiel die Fluglinien-Bündnisse Star Alliance, Skyteam oder OneWorld anbieten, und den fertig geschnürten Paketen von Einzeltickets, wie sie manche Reisebüros zusammenstellen. Letztere sind zwar oft billiger, dafür zeitlich unflexibel und deshalb absolut nicht zu empfehlen. Bei den „echten“ Weltreisetickets muss zwar die Route vorher festgelegt werden, Strecke und Termine sind jedoch umbuchbar. Je nach Gesamtstrecke kosten solche Tickets 1700 bis 3000 Euro, die Grundregeln sind meist ähnlich: Man darf maximal ein Jahr unterwegs sein (à Dauer), muss sowohl Atlantik als auch Pazifik überqueren, darf nicht die Richtung ändern und muss am Ende wieder im Ausgangsland ankommen.

welreise1

Begleitung

Eine der ersten Fragen, die man bei der Planung einer Weltreise klären muss. Damit es nicht zu einfach wird, hat alles seine Vor- und Nachteile: Alleinreisende sind freier, kommen leichter mit Einheimischen in Kontakt, kommen schneller mit Verbrechern in Kontakt und müssen in Herbergen, Taxis etc. unterm Strich mehr bezahlen. Leute, die in der Gruppe unterwegs sind, können sich vielleicht in der zweiten Woche nicht mehr ausstehen, können sich dafür gegenseitig in Durchfallnotfällen Salzstangen kaufen (à Krankheiten) und haben immer jemanden, der auf die Rucksäcke aufpasst, wenn der andere gerade eine Mütze anprobiert, für die er sich Zuhause garantiert schämen wird.

 

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Wie macht man eigentlich … ein Pokerface?

Verfasst von christophkoch am Januar 20, 2008

Wer sich beim Pokern ansehen lässt, welches Blatt er hat, kann sein Geld gleich hergeben. HORST KOCH, ehemaliger Deutscher Pokermeister und Präsident der Deutschen Poker Liga sagt, wie man undurchschaubar wird.

Trance

“Manche Spieler verhalten sich sehr extrem und versuchen bei einem Bluff durch gewisse Mimik zu zeigen, was für ein gutes Blatt sie haben. Dabei ist es die viel höhere Kunst, egal was man auf der Hand hat, eine eiserne Miene zu machen. Denn dann können einen selbst die Spieler nicht mehr lesen, die einen kennen. Man entwickelt mit der Zeit ja ein Gefühl für die Macken der anderen. Ein junger Spieler bekommt zum Beispiel rote Ohren oder ein rotes Gesicht, wenn er nervös wird. Das kann man verstärken, indem man ihn provoziert: ,Was ist los? Kriegst ja ganz rote Ohren, willst du mich vielleicht rausbluffen?´”

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Die besten Suchanfragen im Dezember

Verfasst von christophkoch am Januar 2, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: Über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat reichten die Anfragen wieder von extrem allgemein (”Wie sieht München aus?”) über orthografisch fragwürdig (”groseltern sex”) und unheimlich (”koch bergen belsen”) bis zu pragmatisch (”WIe ärgert man die Nachbarn am besten?”)

Die besten Suchanfragen des Monats Dezember

  • Bilder von einem vollgepinkelten nazi
  • teures mineralwasser berlin
  • koch bergen belsen
  • ich wollt grad sagen

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