Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Archiv für März, 2008

Geruchsprobe: Charlotte Roche im Interview

Verfasst von christophkoch am März 26, 2008

Charlotte Roche, ehemalige VivaZwei und ProSieben-Moderatorin, hat ihren ersten Roman geschrieben. Noch nie hat eine deutsche Autorin so explizit über weibliche Exkremente, Analduschen und Spermageschmack geschrieben wie in »Feuchtgebiete«. Warum das nötig sein soll, welche Fehler der Feminismus gemacht hat und was bei der weiblichen Sexualität noch immer grundsätzlich schiefläuft, erklärt Charlotte Roche im Interview.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat dein Buch abgelehnt, es war ihm zu pornografisch.

Das ist doch eine großartige Begründung, ein Buch abzulehnen. Besser als: »Schlecht geschrieben. « Nein, im Ernst: Ich habe nach der Absage natürlich gezweifelt. Aber dann habe ich das Buch meinem Mann und Roger Willemsen zum Lesen gegeben. Und die meinten beide: »Okay, Kiepenheuer macht’s nicht. Aber sonst wird’s jeder machen.«

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In dem Buch schreibst du unter anderem gegen das verkrampfte Verhältnis von Mädchen zu ihren Exkrementen an. Aber warum in dieser Ausführlichkeit?

Es ist für Mädchen ein massives Problem - vor allem darüber zu reden. Wenn Männer zusammen sind, haben die kein Problem damit zu sagen: »Ich geh mal eben kacken.« Spräche eine Frau so, würden sich alle umdrehen und fragen: »Wie bitte?« Frauen pupsen ja noch nicht mal, wenn sie unter sich sind. Den Rest des Beitrags lesen »

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Zoot Woman: jetzt endlich mit Frau

Verfasst von christophkoch am März 19, 2008

Für Konzerte durfte sie schon immer mal mit auf die Bühne klettern, doch mit dem dritten Album (Arbeitstitel: „Things Are What They Used To Be“) ist Beatrice Hatherley zum vollwertigen Bandmitglied aufgestiegen. Damit niemand den Überblick verliert, ein kurzes „Wer ist wer bei Zoot Woman?“
Stuart Price
Der klassisch geschulte Pianist erfand Zoot Woman bereits 1995, hatte danach mit seinem Soloprojekt „Les Rhytmes Digitales“ jedoch so großen Erfolg, dass es bis 2001 dauerte, bis das erste Zoot-Woman-Album erschien. Auch danach wurde es ihm nicht leichter gemacht, sich auf die Band zu konzentrieren: Madonna verpflichtete ihn als Leiter ihrer „Drowned World“-Tour und später für ihr Album „Confessions On A Dancefloor“. In einem Interview erinnert sich Price an die Manieren der Pop-Diva: „Sie ist ein perfekter Gast, nur einmal hat sie Kaffee auf meinen weißen Teppich verschüttet. Aber ich war erstaunt, wie gut sie das – nur mit einem Küchenhandtuch – wieder sauber bekommen hat. Ihre Technik war: nie rubbeln, nur ganz vorsichtig tupfen.“

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Hunde, wollt ihr ewig ziehen? Eine Reise zum Polarlicht ins norwegische Tromsö

Verfasst von christophkoch am März 16, 2008

Zum Polarlichtbestaunen und Hundeschlittenfahren reist man am besten ins nordnorwegische Tromsö. Auch wenn da der Winter noch dunkler ist als bei uns. 

Wenn einem gar nichts mehr einfällt, sagt man in Kneipengesprächen ja auch mal so Sachen wie: dass die Eskimos Sieben- oder Neunzehntausend Wörter für Schnee haben. Keiner weiß, ob es stimmt, aber jeder erzählt’s. Wenn es aber stimmt, müssen die Bewohner von Nordnorwegen mindestens genauso viele Wörter für „Dämmerung“ haben. Denn im Winter endet hier die Nacht erst gegen zehn Uhr vormittags: Die Dunkelheit weicht langsam und der Himmel verfärbt sich in den folgenden Stunden langsam zwischen dunkelblau, lila, rosa, türkis, jadegrün, mauve,  kobaltblau und was es nicht noch alles für Farben des Zwielichts gibt.

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Die Sonne schafft es dabei nie, über die umliegenden schneebedeckten Berge herauszuspitzen, man ahnt lediglich, wo sie hinter dem Horizont vorbeikriecht. Um drei Uhr nachmittags ist dann diese Maxiversion der „Blauen Stunde“ vorbei, und es wird wieder Nacht über Tromsö, der nördlichsten Universitätsstadt Europas, einer der letzten Bastionen der Zivilisation, bevor das ewige Eis beginnt.

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Die besten Suchbegriffe im Februar

Verfasst von christophkoch am März 2, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat reichten die Anfragen von neugierig (”Was trinken Rapper?”) über ratlos (”Weltreise, was tun mit Freund?”) und dramatisch (”cranberry+überdosierung”) bis zu schwer verständlich (”statik als umsonst”) und tatsächlich wissenswert (”Wie macht man schnell Gold?”)

Die besten Suchanfragen im Februar:

  • hausarbeit nackt
  • wie macht man schnell gold
  • nachbar macht sich am briefkasten zu schaffen
  • glaube einem jungen nie
  • Als Oma und Opa Enkel ohne Strenge erziehen

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