Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Archiv für Mai, 2008

Aus Restevögeln wird Resteficken - sonst ändert sich nix.

Verfasst von christophkoch am Mai 22, 2008

Gibt es eine größere Demütigung, als von bild.de beklaut zu werden?

Wie dreist und schamlos bild.de-Autorin Meike Meyruhn das “A Bis Z - One Night Stands” abgeschrieben hat, das ich zusammen mit Petra Harms für die letzte NEON-Ausgabe verfasst habe, hätte ich ohne den Hinweis von bildblog.de gar nicht bemerkt. Da steht im Grunde alles schön zusammengefasst, viel mehr gibt es nicht zu sagen. Außer natürlich: How low can you go?

Bildblog schreibt:

Verblüffende Parallelen finden sich übrigens auch bei den Punkten Anfängerfehler, Casual Sex, Danke, Ekstase, Genitalschock, Hoffnung, Jammern, Kondome, Telefonnummer, Xfach abgeblitzt und natürlich bei “Zu mir oder zu dir?”. Ein wenig kreativ sind die Bild.de-Redakteure wenigstens bei dem “Neon”-Stichwort “Restevögeln”. Sie ändern es in “Resteficken”.

(Hinweis in eigener Sache: Der NEON-Artikel ist bereits Ende April erschienen. Dass er hier im Blog erst am 20. Mai auftaucht, liegt daran, dass ich die NEON-Texte immer erst poste, wenn die entsprechende Ausgabe nicht mehr an Kiosk liegt. Die hübschen Ausrisse auf dieser Seite hat übrigens das bildblog angefertigt.)

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A bis Z: Der One-Night-Stand

Verfasst von christophkoch am Mai 20, 2008

Unkomplizierter SEX ist eine Wissenschaft für sich. Ein Überblick von A wie Anfängerfehler bis Z wie »Zu dir oder zu mir?«

Anfängerfehler

Neulinge in Sachen One-Night-Stand, ob männlich, ob weiblich, erkennt man daran, dass sie zu oft betonen, dass es sich um etwas »völlig Unverbindliches« handele. Erfahrene erwähnen dies lediglich einmal - sollte es im Club zu laut sein, vielleicht auch zweimal. Wer es öfter betont, zeigt nur, dass es für ihn eben doch nicht alles so »obereasy« ist. Der zweithäufigste Anfängerfehler: am übernächsten Tag anrufen und fragen, ob der andere mit in den Zoo will.

Bannmeile

Vollkommen ungeeignet für Spaßsex, der keine Folgen haben soll:

  • die eigenen Nachbarn
  • Expartner von Freunden
  • eigene Expartner
  • Teilnehmer von Castingshows
  • Männer, die sagen, sie seien Versager
  • Frauen, die bald einen runden Geburtstag feiern


Casual Sex

Ist mehr als ein One-Night-Stand und weniger als eine Affäre: Wer regelmäßig Sex ohne Verpflichtung haben will, der wähle diese Variante. Ein durchschnittlicher Dreißigjähriger hat drei bis vier feste Partnerschaften und drei Jahre Singledasein hinter sich - das behaupten zumindest Sexualforscher. Für die Zwischenphasen ist Casual Sex eine Option. Fündig wird man bequem in Onlineportalen (>www).

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Kettcar im Interview: „Mein Berlinhass ist deutlich milder geworden“

Verfasst von christophkoch am Mai 17, 2008

Album-Charts, Tagesthemen, ausverkaufte Tourneen – klammheimlich wurde aus Kettcar, die vor zwei Alben auf dem selbstgegründeten Indielabel Grand Hotel Van Cleef als Geheimtipp gehandelt wurden, eine der wichtigsten deutschen Bands. Jetzt kommen sie wieder – und benennen ihr Album nach der wichtigsten deutschen Insel. Kann das gutgehen? Kettcar-Sänger Marcus Wiebusch über den Sylt-Reflex, seine Liebe zu Hamburg und den schönsten Ort Berlins, ach Quatsch: der Welt.

Ihr neues Album heißt „Sylt“ – soll jetzt nach den Indiekids aus dem Schanzenviertel die Jeunesse Dorée von Westerland erobert werden?
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass wir uns bei dem Namen „Sylt“ viel weniger gedacht haben, als da jetzt hineininterpretiert wird. Wir wollten nach „Du und wie viel von Deinen Freunden“ und „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ einen möglichst kurzen und verstörenden Titel haben. Und dann kam Reimer eben mit „Sylt“ um die Ecke.

Was ein sehr aufgeladener Name ist…
Das stimmt, es gibt niemanden, der nichts denkt, wenn er dieses Wort hört. Ich denke zum Beispiel an prolligen Reichtum. Sie denken vielleicht an eine schöne Insel. Ein anderer denkt an das Meer, das jedes Jahr ein Stück von der Insel wegfrisst, an ein modernes Atlantis. Aber das hat alles nichts mit dem Album zu tun.

kettcar2

Schade. Keine Songs darüber, wie man mit dem Porsche bei Gosch vorfährt.
Wir wollten Songs schreiben über neoliberale Zumutungen und Zustände, die gerade besonders viele Leute angehen. Uns war schnell klar, dass wir eine Platte machen wollten, die nicht einverstanden ist.

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Segler oder Selbstdarsteller? Die große Professorentypologie

Verfasst von christophkoch am Mai 13, 2008

Jedes Semester treffen Studenten auf Dozenten, deren Namen sie zum ersten Mal hören. Wie der neue Prof tickt? Das ist im Grunde ganz simpel: Er lässt sich wahrscheinlich einem von sieben Typen zuordnen.

Der Gockel

Die Uni ist die Bühne, auf der ein Stück gegeben wird, in dem er stets den Hauptdarsteller spielt: tadelloser Anzug, randlose Brille, perfektes, glänzendes Haar. Seine Vorlesungen eröffnet er gern mit einem berühmten Zitat. Dabei wedelt er in großen Gesten mit seinen Armen. Und marschiert während eineinhalb Stunden rund fünf Kilometer hin und her durch den Hörsaal.

Exakte Wissenschaft? Methodik? Firlefanz! Was zählt ist, wie man sich verkauft. Er liebt es, First Class zu großen, internationalen Kongressen zu fliegen. Seine Entourage aus karrierefreudigen Doktoranden fährt derweil mit dem Zug hinterher. Dort feilt sie an seinen Vorträgen. Schließlich ist ihr Chef gütig, außer man stellt ihn durch mangelnde Perfektion bloß. Wenn sich ein Fehler auf seiner Powerpoint-Folie eingeschlichen hat, spannt sich seine Gesichtsmuskulatur zu einem gequälten Lächeln. Jetzt wissen die Untertanen: Die Rache wird fürchterlich und persönlich verletzend sein.

Das Wochenende verbringt der Gockel in seinem kleinen Landhaus. Dorthin lädt er Freunde aus der Wirtschaft ein, oder er schreibt einen “längst überfälligen” Leserbrief an eine überregionale Zeitung. Erscheint dieser, am besten noch mit Foto, spendiert er eine Runde billigen Prosecco am Lehrstuhl. In das Klatschen seiner Doktoranden für so viel Edelmut ruft er hinein: “Vielen Dank. Der Applaus ist schließlich der Lohn des Künstlers!”

So gehst du mit ihm um: Setze deine WG-Kollegen kurz vor der Prüfung auf ihn an. Sie sollen ihn darauf ansprechen, ob er der Professor ist, den man aus der Zeitung kennt und von dem ihr Mitbewohner immer so schwärmt.

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Hotels for lovers, not for fighters: Neue Serie auf stern.de

Verfasst von christophkoch am Mai 9, 2008

“Hotels für Verliebte” heißt die neue Serie auf stern.de, in der Mademoiselle und ich Hotels testen werden, die sich vor allem für den Aufenthalt zu zweit eignen.

Die Testrubriken reichen von “Ausschlafen” (Zimmer) und “Diskretion” (Service) bis zu “Raus aus den Federn” (Ausflug in die Umgebung). Alle zwei Wochen kommt ein neues Hotel dazu.

capozzo

Anschauen kann man sich die erste Folge - das Hotel Ca’Pozzo in Venedig - hier.

Viel Vergnügen!

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Die besten Suchbegriffe im April

Verfasst von christophkoch am Mai 2, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat kamen neben jeder Menge unanständiger Suchbegriffe (die natürlich allesamt beim Roche-Interview endeten und hier ausgespart werden sollen) Anfragen, die von verzweifelt (”Erst ja zur Heirat dann nein”) über bizarr (”Statik der Brüste”) und präzise (”snobs düsseldorf”) bis zu niedlich (”Wie schiebt man ec-karten in den geldautomaten?”) und lyrisch (”Kirschbaum und seine Nachbarn”) reichten. Ich hoffe sehr, dass alle Suchenden hier auch tatsächlich fündig wurden.

Die besten Suchanfragen im April:

  • Küchen um 3500 Euro
  • sachen die man am strand braucht von a bis z
  • fußmatte gerichtsurteil
  • hämoride wenn mann hat was mus ma tun
  • snobs düsseldorf
  • lohas trinken
  • kirschbaum und seine nachbarn
  • eminem wie lange drogen abhängig

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