Christoph Koch

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Archiv für 'FAZ' Kategorie


Wie wird man eigentlich Blogger, Malte Welding?

Verfasst von christophkoch am April 7, 2008

Malte Welding, 33, ist einer der wenigen deutschen Internet-Autoren, die bislang vom Schreiben für Weblogs leben können. Er arbeitet unter anderem für spreeblick.de, eines der in Deutschland populärsten Blogs, und für das Fußball-Blog fooligan.de.

Meine ersten öffentlichen Texte habe ich für die Abi-Zeitung geschrieben. Die sorgte damals wegen eines Rap-Textes über unsere Lehrer für ziemlichen Wirbel: schlecht gereimt, dafür gut getroffen. Mit 16 wollte ich unbedingt Bundeskanzler werden und an die Öffentlichkeit treten. Außerdem war mir wichtig, später einen Beruf zu haben, bei dem ich nicht früh aufstehen muss. Wenigstens teilweise habe ich meine Ziele erreicht.

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Wie wird man eigentlich … Glücksbote, Herr Willers?

Verfasst von christophkoch am Dezember 13, 2007

Wo auch immer er an der Tür klingelt - Bernd Willers, 55, ist überall ein gern gesehener Gast. Denn er informiert die Gewinner der Westdeutschen Lotteriegesellschaft (Westlotto) über die Höhe ihres Gewinns – und berät sie, wie sie mit dem vielen Geld am besten umgehen.

Offiziell nennt man meinen Beruf ja „Gewinnerberater“. „Glücksbote“ klingt so märchenhaft, dabei geht es ja um ganz reales Geld – und darum, wie es das Leben von Menschen urplötzlich verändern kann. Nach der Schulausbildung habe ich eine Lehre bei einer großen Bank mit Abschluss als Bankkaufmann gemacht, und danach ein BWL-Studium absolviert. Die Anstellung bei West-Lotto war meine erste Berufstätigkeit, ich bin dort inzwischen seit über 30 Jahren tätig. Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Exotische der Branche gereizt. Aufgrund des derzeit geltenden Lotterierechts und des staatlichen Glücksspielmonopols gibt es ja nur eine begrenzte Anzahl von Lotterieunternehmen in Deutschland. Da ist es schon interessant bei einem dieser Unternehmen tätig zu sein. Ich finde auch, Menschen in ihren Träumen und bei deren Realisierung zu unterstützen, ist eine sehr reizvolle Aufgabe.

Lotto1

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Wie wird man eigentlich … Souffleuse?

Verfasst von christophkoch am Juni 18, 2007

Über 60 Jahre hat Elisabeth Müller inzwischen am Theater verbracht - davon die meiste Zeit als Souffleuse am Berliner Maxim-Gorki-Theater.

Souffleuse

Auch wenn die 75-Jährige inzwischen nur noch einige Vorstellungen pro Monat souffliert, merkt man, dass Elisabeth Müller nach wie vor zur großen Familie der berühmten Berliner Bühne gehört. In der Theaterkantine hat sie eine eigene Tasse mit ihrem Vornamen drauf (Wenn auch ein scheußliches Ding), und alle paar Minuten bleibt jemand an ihrem Tisch stehen, um sie - Ach Mensch, die Betti! - zu begrüßen.

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Wie wird man eigentlich … Minensucherin, Vera Bohle?

Verfasst von christophkoch am Mai 28, 2006

Vera Bohle war bereits eine erfolgreiche Fernsehjournalistin und reiste fürs Fernsehen um die Welt. Dann entschloß sie sich, eine Laufbahn einzuschlagen, die deutlich weniger Ruhm, dafür ein Vielfaches an Gefahr mit sich bringt: Sie lernte, Minen zu entschärfen. Heute lebt die 36jährige in Berlin, verbringt aber rund zwei Drittel ihrer Zeit im Ausland und ist überzeugt: Die Fernsehkameras gegen hochexplosive Sprengkörper einzutauschen war die beste Entscheidung meines Lebens.

Bohle

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Wie wird man eigentlich … Sternekoch, Vincent Klink?

Verfasst von christophkoch am Juni 27, 2005

Vincent Klink brachte die „Nouvelle Cuisine“ nach Deutschland. Inzwischen hat sich der Meisterkoch mit seinem Stuttgarter Restaurant „Wielandshöhe“ aber nicht nur einen hervorragenden Ruf und einen Michelinstern erarbeitet, sondern auch eine klassische Küche mit schwäbischen und mediterranen Einflüssen.

 

Mein Elternhaus hat auf zweierlei Weise eine wichtige Rolle für meinen heutigen Beruf gespielt: Zum einen wurde bei uns Zuhause viel und be- geistert gekocht – und eben nicht nur von meiner Mutter, sondern auch von meinem Vater. Der war zum anderen Tierarzt und deshalb häufig bei den Bauern in der Umgebung. Ich bin da als Kind oft mitgefahren und so schon früh mit Tieren in Berührung gekommen, aber eben auch mit Dingen wie Hausschlachtungen und der ursprünglichen Zubereitung von Lebensmitteln.

Klink

Als Jugendlicher wäre ich gerne Graphiker geworden oder Maler. Aber das hat mein Vater regelrecht verboten – und ich gehöre ja noch zu einer Generation, wo man folgt, wenn die Eltern etwas sagen. Er sprach immer von „brotloser Kunst“ – und vermutlich hatte er insofern Recht, als daß es wirklich kaum arbeitslose Köche gibt. Irgend jemand hat immer Hunger. Den Rest des Beitrags lesen »

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