Verfasst von christophkoch am April 17, 2008
Experimente am Menschen haben Filmemacher immer fasziniert. Wie realistisch sind die Geschichten in Filmen, die sich beispielsweise mit Gentechnik auseinandersetzen?
Frankenstein
von James Whale (1931)
Darum geht’s: Dr. Frankenstein und sein Assistent setzen aus den Körperteilen Verstorbener ein neues Wesen zusammen, das sie mit Elektrizität zum Leben erwecken. Leider haben sie dabei das Gehirn eines Kriminellen erwischt.
Darum geht’s wirklich: Um ein Urbild des verrückten Wissenschaftlers, der sich für Gott hält und dessen Forschungsdrang ihn jede Vernunft vergessen lässt.
So geht’s aus: Nachdem Frankensteins Monster (Boris Karloff) aus dem Labor ausbricht, will es seinen Schöpfer töten. Dieser überlebt den Kampf jedoch und heiratet auf dem Schloss seines Vaters. Dorfbewohner töten das Monster.
Gut zu wissen: Eigentlich sollte Bela Lugosi, der später als „Dracula“ bekannt wurde, die Hauptrolle spielen. Sein Konzept fiel bei den Machern jedoch durch.
Das war 1931: Der litauische Wissenschaftler Phoebus Leven beschreibt die Zusammensetzung der DNA. Allerdings hält er die Proteine für die Träger des Erbguts, die DNA hingegen sei „dumm“.
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Verfasst von christophkoch am Juli 3, 2007
Es ist durchsichtig. Es riecht und schmeckt nach nichts. Warum geben wir trotzdem für eine Sorte Wasser mehr als 100 Mal so viel Geld aus wie für eine andere?

1970 hieß Mineralwasser noch Sprudel. Es steckte in einheitlich genoppten Glasflaschen, die in hellbraunen Getränkekisten verkauft wurden. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland betrug damals 12,5 Liter im Jahr. Heute ist er mehr also zehnmal so hoch (2006: 127 Liter) und wird vor allem aus aufwendig gestalteten Plastikflaschen gestillt. Dabei sprudelt es auch immer weniger: Stilles Wasser hat die höchsten Zuwachsraten – 2006 stieg der Konsum um 17 Prozent. Doch woran liegt es, dass wir immer mehr Geld ausgeben für Wasser, das eigentlich Leitungswasser ist?
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Verfasst von christophkoch am Juli 2, 2007
Muss man eigentlich ständig Wasser sparen? Warum es lobenswert ist, aber nicht immer sinnvoll.

Lass beim Zähneputzen nicht das Wasser laufen! Benutz die Stopptaste an der Klospülung! Von klein auf wurde uns eingetrichtert, Wasser zu sparen, wo und wann immer es geht. Vom „blauen Gold“ sprechen Umweltaktivisten, das zur Neige geht – und eingeschüchtert von rissigem Afrikaboden nicken wir geknickt und haben bei jedem Vollbad ein schlechtes Gewissen. Aber macht Wasser zu sparen in Deutschland tatsächlich Sinn? Nein – es führt sogar zu zahlreichen Problemen.
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Verfasst von christophkoch am Mai 17, 2007
Wer sein U-Boot sucht oder den Wahlausgang schon vorher wissen möchte, der fragt am besten die Masse. Das rät der amerikanische Wirtschaftskolumnist James Surowiecki.

Herr Surowiecki, Sie sagen, dass Gruppen klüger sein können als ihre klügsten Mitglieder. Schwer vorstellbar.
Natürlich, jeder glaubt zuerst das Gegenteil: Gruppen von Menschen sind dumm. Die Masse ist für uns schlimmstenfalls ein tumber und gefährlicher Mob, bestenfalls eine verwässerte, auf Durchschnitt ausgerichtete Gruppe, die nur den kleinsten gemeinsamen Nenner sucht.
Und weshalb sagen Sie: Die Masse ist schlau?
Die Beweise sind überwältigend. Das einfachste Beispiel ist das mit den Bonbons: Lässt man eine größere Gruppe von Menschen schätzen, wie viele Bonbons in einem Glas sind, ist der Durchschnitt ihrer Einzelschätzungen meist sehr nah an der wahren Anzahl. Viel näher als die beste Einzelschätzung. Auch bei Wer wird Millionär? antwortet die Masse, wenn man den Publikumsjoker nimmt, viel öfter richtig als die Experten, die der Kandidat anruft.
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Verfasst von christophkoch am April 10, 2007
Ein Gespräch mit dem Zeitforscher Robert Levine
Wer schneller zu Fuß unterwegs ist, lebt ungesünder, ist aber auch wohlhabender und zufriedener – behauptet der amerikanische Psychologieprofessor Robert Levine. Er hat die Schrittgeschwindigkeit der Menschen in verschiedenen Teilen der Welt verglichen.

Professor Levine, Sie haben herausgefunden, dass die Menschen in verschiedenen Ländern unterschiedlich schnell leben. Wie misst man so etwas wie Lebensgeschwindigkeit?
Es ist tatsächlich sehr schwierig, dafür objektive Maßeinheiten zu finden, denn man kann den Menschen ja keine Stoppuhr implantieren. Wir haben die Geschwindigkeit gemessen, mit der die Menschen tagsüber in den Innenstädten zu Fuß gehen. Wir haben gemessen, wie lange es dauert, eine Briefmarke auf einem Postamt zu kaufen, oder wie lange ein Bankbeamter für eine Überweisung
benötigt. Wir haben geprüft, wie genau die öffentlichen Uhren gehen und wie viele Menschen eine Armbanduhr tragen.
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