„Kommst du raus zum spielen?“ Jeder erinnert sich an diesen Ruf, der in unserer Kindheit durchs Fenster hereindrang und uns im Handumdrehen von den Hausaufgaben wegholte – nach draußen in die aufregendere Welt des Spiels. Egal, ob es hart umkämpfte Fußballpartien waren, „Räuber und Gendarm“ oder das Errichten möglichst großer Sandburgen – der Nachmittag verging im Flug und als der Abend hereinbrach, waren wir außer Atem und glücklich. Dabei hatten wir doch „nur gespielt“.
Wann genau auf dem langen Weg zum Erwachsenwerden ging uns eigentlich die Leichtigkeit des Spiels verloren? Warum erlauben wir uns nur noch so selten, uns die Zeit mit Spielen zu vertreiben? Liegt es daran, dass Spielen schon per Definition keinen Nutzwert, keine praktische Zielsetzung haben darf, weil es sonst eben ganz schnell kein Spaß mehr ist, sondern Training oder Übung? Fest steht, dass die meisten Menschen – eingeklemmt in einen straffen Terminplan mit Jobs, Arztbesuchen, Erledigungen und anderen „ernsthaften“ Aufgaben – seltener Zeit für denn herrlich zweckfreien Müßiggang des Spiels haben, als sie sich wünschen. Und seltener als gut für ihr Wohlbefinden wäre.
Den Rest des Beitrags lesen »
