Verfasst von christophkoch am Juni 25, 2008
Die derzeit klügste MEDIENKRITIK kommt ausgerechnet von Ashton Kutcher - und dem US-Entertainmentsender E! Fernsehen
Früher hat er in seiner MTV-Sendung »Punk’d« Prominente mit versteckter Kamera auf die Schippe genommen - jetzt dreht US-Schauspieler Ashton Kutcher den Spieß um: Zusammen mit eingeweihten Celebrities macht er die Medien lächerlich.

In der ersten Folge seiner neuen Sendung »Pop Fiction«, die seit März vom amerikanischen Sender E! ausgestrahlt wird, stellt er beispielsweise Paris Hilton einen Schauspieler an die Seite, der als indischer Schamane verkleidet ist. Einen Tag lang fahren die beiden durch L.A., stets begleitet von einem Tross Paparazzi - und kurz darauf machen sich nicht nur Promiblogs und US-Zeitungen, sondern auch der Kölner »Express« oder der »Berliner Kurier« über die ach so dumme Hotelerbin lustig - ohne zu merken, dass sie selbst es sind, die zum Narren gehalten werden.
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Verfasst von christophkoch am Juni 9, 2008
Vitamin B hat für dich vor allem mit Obst zu tun? Oder sammelst du Visitenkarten wie andere Leute Briefmarken? Ob du das Zeug zum Sozialkapitalisten hast, erfährst du in der TYPOLOGIE der Netzwerker.
Der Naive
Immer alle mit ihren Netzwerken! Du hast doch Freunde: den Sebi und die Tine. Von früher. Deren Nummern weißt du auswendig, mit denen verstehst du dich, die reichen dir. Manchmal wunderst du dich nur, warum das Leben bei anderen ein wenig glatter zu laufen scheint. Warum der Kollege zu dem Kongress nach Barcelona fliegen darf, obwohl du geeigneter wärst. Warum alle anderen immer schnell eine neue Wohnung finden, während du dich wochenlang durch die Kleinanzeigen der Tageszeitung quälst - nur um festzustellen, dass jemand, der den Makler kannte, dir die Wohnung weggeschnappt hat. Warum du als Einziger immer den vollen Preis zahlen musst. Hat das was mit dem Internet zu tun? Du nimmst dir vor, den Sebi zu fragen, wenn ihr euch das nächste Mal seht.
Dein typischer Satz: »Ich schau mal im Telefonbuch nach, wo man da am besten anruft.«
Deine Internetcommunity: bislang keine. Nach zwei Tagen AGB-Lektüre warst du bislang immer der Meinung, dass man nur an deine Daten will.
Vorschlag für die Zukunft: Auch Menschen, die man nicht aus dem Sandkasten kennt, können einem oft unkompliziert weiterhelfen - ohne dass sie sich gleich ausgenutzt fühlen.
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Verfasst von christophkoch am Mai 20, 2008
Unkomplizierter SEX ist eine Wissenschaft für sich. Ein Überblick von A wie Anfängerfehler bis Z wie »Zu dir oder zu mir?«
Anfängerfehler
Neulinge in Sachen One-Night-Stand, ob männlich, ob weiblich, erkennt man daran, dass sie zu oft betonen, dass es sich um etwas »völlig Unverbindliches« handele. Erfahrene erwähnen dies lediglich einmal - sollte es im Club zu laut sein, vielleicht auch zweimal. Wer es öfter betont, zeigt nur, dass es für ihn eben doch nicht alles so »obereasy« ist. Der zweithäufigste Anfängerfehler: am übernächsten Tag anrufen und fragen, ob der andere mit in den Zoo will.
Bannmeile
Vollkommen ungeeignet für Spaßsex, der keine Folgen haben soll:
- die eigenen Nachbarn
- Expartner von Freunden
- eigene Expartner
- Teilnehmer von Castingshows
- Männer, die sagen, sie seien Versager
- Frauen, die bald einen runden Geburtstag feiern
Casual Sex
Ist mehr als ein One-Night-Stand und weniger als eine Affäre: Wer regelmäßig Sex ohne Verpflichtung haben will, der wähle diese Variante. Ein durchschnittlicher Dreißigjähriger hat drei bis vier feste Partnerschaften und drei Jahre Singledasein hinter sich - das behaupten zumindest Sexualforscher. Für die Zwischenphasen ist Casual Sex eine Option. Fündig wird man bequem in Onlineportalen (>www).
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Verfasst von christophkoch am April 22, 2008
Wie verkorkst bist du in Liebesdingen? Hast du Reiseziele, die seit der letzten Freundin verbrannte Erde sind? Gibt es Lieder, die dich an deinen Psycho-Exfreund erinnern? Dieser Test verrät, wie BEZIEHUNGSGESCHÄDIGT du bist.
Dein neuer Partner überrascht dich mit einem Wochenendtrip nach Barcelona. Wie reagierst du?
- Unsere erste Reise - aufregend! 1 Punkt
- Gemeinsam verreisen? Seit dem vierwöchigen Dauerstreiturlaub mit der/dem Ex verreise ich nur noch mit meinen Freunden. 7 Punkte
- Spanien, schwierig. In meinem Erasmusjahr dort war ich unglücklich verliebt, das hängt mir noch nach. 5 Punkte
- Barcelona ist super, da ich war schon mal mit dem Ex-Partner … wie hieß der/die gleich wieder? 3 Punkte

Wie erzählst du deinem Partner von deinen letzten Beziehungen?
- Welche letzten Beziehungen? 1 Punkt
- Welche letzten Beziehungen? Ach so … die Sache … 3 Punkte
- Ich fertige ausführliche Persönlichkeitsprofile an und erläutere, wie jede einzelne Beziehung mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. 5 Punkte
- Ich zeige ihm die Fahndungsfotos und Zeitungsausschnitte ihrer Verhaftungen. 7 Punkte
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Verfasst von christophkoch am März 26, 2008
Charlotte Roche, ehemalige VivaZwei und ProSieben-Moderatorin, hat ihren ersten Roman geschrieben. Noch nie hat eine deutsche Autorin so explizit über weibliche Exkremente, Analduschen und Spermageschmack geschrieben wie in »Feuchtgebiete«. Warum das nötig sein soll, welche Fehler der Feminismus gemacht hat und was bei der weiblichen Sexualität noch immer grundsätzlich schiefläuft, erklärt Charlotte Roche im Interview.
Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat dein Buch abgelehnt, es war ihm zu pornografisch.
Das ist doch eine großartige Begründung, ein Buch abzulehnen. Besser als: »Schlecht geschrieben. « Nein, im Ernst: Ich habe nach der Absage natürlich gezweifelt. Aber dann habe ich das Buch meinem Mann und Roger Willemsen zum Lesen gegeben. Und die meinten beide: »Okay, Kiepenheuer macht’s nicht. Aber sonst wird’s jeder machen.«

In dem Buch schreibst du unter anderem gegen das verkrampfte Verhältnis von Mädchen zu ihren Exkrementen an. Aber warum in dieser Ausführlichkeit?
Es ist für Mädchen ein massives Problem - vor allem darüber zu reden. Wenn Männer zusammen sind, haben die kein Problem damit zu sagen: »Ich geh mal eben kacken.« Spräche eine Frau so, würden sich alle umdrehen und fragen: »Wie bitte?« Frauen pupsen ja noch nicht mal, wenn sie unter sich sind. Den Rest des Beitrags lesen »
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Verfasst von christophkoch am Februar 21, 2008
Die FERNFREUNDSCHAFT ist komplizierter als die Fernbeziehung: Man heult seltener am Telefon und verdächtigt den anderen nicht ständig der Untreue. Doch dafür lebt man sich Schritt für Schritt auseinander. Unsere Autoren, selbst erfahrene Long-Distance-Freunde, raten: einfach mal über alles schreiben.
Berlin, 2. 11. 2007
Mein lieber Atze, nach drei Wochen USA-Reise mit J. bin ich nun wieder zurück in Berlin. Unausgeschlafen, aber guter Dinge. Die Reise war vermutlich die beste aller Zeiten - wie Flitterwochen, nur ohne das lästige Altargedöns vorneweg. Trotzdem habe ich eines vermisst: unsere Sonntagabendtelefonate.
Ich weiß gar nicht mehr, wann und wie sich diese schöne Regelmäßigkeit eingestellt hat, aber meine innere Uhr ist inzwischen perfekt auf das Tatort-Ende am Sonntagabend justiert. Zum Abschluss des Wochenendes, bevor es wieder in eine neue Runde auf dem Karussell geht, noch einmal kurz innehalten und besprechen, was gerade anliegt. Kleines und Großes. Schönes und Nerviges. Wichtiges und Unwichtiges. Jobsorgen und Liebesglück. Reisepläne und Saufgeschichten.
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Verfasst von christophkoch am Februar 18, 2008
Wer früher etwas auf sich hielt, fand Verkleidungspartys uncool. Jetzt entdecken Partyveranstalter, Plattenlabels und Clubs den Charme der Verkleidung. Und in der Tat: Die Pappnase hat ihr Comeback verdient.
»Was für eine Party!« Tobi trippelt aufgeregt von einem Fuß auf den anderen. »Es gab eine Rutsche aus Eis und den besten Wodka Cranberry, den ich je getrunken habe.« Ich sehe ihn skeptisch an. »Aber das Allerbeste waren die Kostüme. Da waren fast alle verkleidet. Ein Typ ist in einem Ganzkörperhasenkostüm rumgerannt. Dabei war gar nicht Karneval.« Früher hätte ich ihm vermutlich das Wort abgeschnitten und einen Vortrag darüber gehalten, warum Verkleidungen - egal ob zur Faschingszeit oder zu jeder anderen Zeit im Jahr - total uncool sind.
Dass nur langweilige Menschen Perücken und schillernde Gewänder nötig haben, um ihre triste Existenz vergessen und einmal im Jahr ausgelassen feiern zu können. Aber früher dachte ich ja auch, Nudeln mit Ketchup wären ein wohlschmeckendes Mahl und eine Lavalampe ein lässiger Einrichtungsgegenstand.
Heute weiß ich, dass Verkleidungen auch jenseits klassischer Termine wie Karneval oder Halloween jeder Party guttun. Die Gründe dafür sind zahlreich. Maskierungen sind ein simples Vehikel, unsere anerzogenen Hemmungen und Bedenken fallen zu lassen.
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