Verfasst von christophkoch am Juni 5, 2008
Drei Jungen in Mississippi fassten 1982 einen Plan: Sie wollten „Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes” zu Hause nachdrehen – Szene für Szene, Einstellung für Einstellung. Sieben Jahre später waren sie fertig, der Film verstaubte danach in ihren Regalen. Inzwischen hat er eine Fangemeinde, zu der auch Regisseur Steven Spielberg zählt.
Wer von euch hatte die Idee für dieses Wahnsinnsunternehmen?
Chris Strompolos: Es war meine Idee. Ich war zehn und hatte gerade „Jäger des verlorenen Schatzes” gesehen. Ich wollte Indiana Jones sein – alles geschah nur aus Liebe zu diesem Film.
Eric Zala: Ich lernte Chris im Schulbus kennen, weil ich mir ein „Indiana-Jones”Comic von ihm auslieh. Als ich ihm sagte, dass ich den Film mag, merkte ich, dass er mich sofort leiden konnte. Später rief er mich an und schlug vor, den Film nachzudrehen. Ich wusste damals noch nichts von dem, was auf mich zukam. Jayson kam dazu, als wir für die erste Szene eine verweste Leiche brauchten.
Jayson Lamb: Ich hatte für eine Halloweenparty unser Klassenzimmer in eine Geisterbahn verwandelt. Also wussten die beiden, dass ich gruselige Masken herstellen konnte – und ich war an Bord.

Brothers In Arms: Eric, Chris und Jayson (von links) im Jahr 1988, am Ende der Dreharbeiten zu ihrem Remake von „Indiana Jones”.
Wann habt Ihr gedreht, nach der Schule?
Eric: Wir haben in den Sommerferien jeweils drei Monate gedreht. Während des Schuljahrs haben wir am Set herumgebaut, Kostüme gemacht und so weiter.
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Verfasst von christophkoch am Februar 3, 2008
Anderson Cooper, der neue Star von CNN, über den Präsidentschaftswahlkampf, Emotionen und Journalismus
Mr. Cooper, im Wahlkampf der Präsidentschaftskandidaten moderieren Sie die YouTube-Debatten für CNN. Dort können die Wähler Fragen an die Kandidaten richten, indem sie kleine Filme mit ihren Anliegen bei der Internetplattform YouTube hochladen. Welche Erfahrungen machen Sie mit diesem Konzept?
Es ändert die Art der Gespräche komplett und bringt neue Energie in den Schlagabtausch. Man braucht allerdings jemanden vor Ort, denn Politiker sind sehr gut darin, Fragen so zu beantworten, wie sie sie beantworten wollen.
Wer wählt die Fragen aus?
Idealerweise könnten die Leute online abstimmen, welche Fragen gestellt werden sollen. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die Wahlkampfteams der Kandidaten bestimmte Fragen anonym rauf- oder runterwählen würden, wenn es eine offene Internet-Abstimmung gäbe. Deshalb werden die Fragen momentan noch von unserem Team ausgewählt.
Es gab in der Vergangenheit bereits Debatten, in denen das Studiopublikum fragen konnte.
Aber selbst da stellen die Leute erstaunlich förmliche Fragen, die wenig mit ihnen selbst zu tun haben. Sie werden nervös und stocksteif. Zuhause vor ihrer Webcam können sie so sein, wie sie wirklich sind, und die Fragen stellen, die sie wirklich bewegen.
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Verfasst von christophkoch am September 28, 2007
„Halo 3” wird das wichtigste Videospiel 2007 – für Microsoft und seine Xbox.
Die ersten Rekorde hat das Videospiel „Halo 3” schon in den ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung am Dienstag gebrochen. Vor den Läden, die ab Mitternacht den dritten Teil der Egoshooter–Serie verkauften, standen die Fans ähnlich geduldig in der Schlange, wie beim Erstverkauf des iPhones. 170 Millionen Dollar setzte Microsoft um. 20 Stunden nachdem die ersten Spiele verkauft waren, zählte man schon eine halbe Million Spieler, die sich über das Internet in die Online-Version eingeloggt hatten.

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Verfasst von christophkoch am März 27, 2007
Trotz Stilfragen und Branchenkrise – die Echo-Verleihung 2007 war besser als erwartet
Und dann weinte Ralph Siegel regelrechte Bäche, die er wieder und wieder mit grantigen Bewegungen wegwischte. „Ach, Scheiße”, konnte man von seinen Lippen ablesen, während er sich vor- und zurücklehnte, in der Hoffnung, den Großaufnahmen zu entkommen. Als Siegel schließlich die gebogenen Eisenskulptur aus den Händen seines ehemaligen Grand-Prix-Schützlings Nicole („Ein bisschen Frieden”) entgegennahm, erhob sich das Publikum im Palais des Berliner Messezentrums zum Stehapplaus – und die Veranstaltung hatte einen jener rührseligen Momente, die große Award-Shows ausmachen.
Es wäre natürlich einfach, sich über die Echo-Verleihung der Deutschen Phono-Akademie lustig zu machen, über die aufgedonnerten Stars, über die brüllende Fotografen, kreischenden Fans oder die selbstgemalten Schilder der Tokio-Hotel-Groupies, auf denen keinesfalls ernst gemeinte Versprechen stehen wie „Bill, ich will doch nur reden!”. Und über die kränkelnde Musikbranche, die trotzdem „sich selbst feiert”, als wäre eine Party ein Verbrechen.
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Verfasst von christophkoch am Juli 5, 2006
Katharina Schüttler (26) und Constantin von Jascheroff (20) gelten als zwei der besten jungen Schauspieler des Landes. Während Katharina neben Filmrollen („Die innere Sicherheit”, „Das weiße Rauschen”) vor allem Theater spielt und zum Beispiel als „Hedda Gabler” zum Theatertreffen eingeladen wurde, ist Constantin nebenher als Synchronsprecher und Musiker erfolgreich. Mit „Wahrheit oder Pflicht (Katharina) und „Falscher Bekenner” (Constantin) sind derzeit beide im Kino zu sehen. Das gemeinsame Thema der Filme: Elterliche Erwartungen, Leistungsdruck und Versagensängste.
Ihr seid beide gerade im Kino zu sehen: beide in der Rolle von Kindern, die die Erwartungen ihrer Eltern, was Schule und Ausbildung betrifft, nicht erfüllen können – und darunter leiden. Glaubt ihr, das sind nur Einzelfälle, die sich Drehbuchschreiber ausdenken?
Constantin: Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, das kann man voraussetzen. Aber viele machen dann trotzdem einiges falsch – und setzen ihre Kinder unter Druck. Jeder geht anders mit diesem Druck um. Armin, meine Rolle in „Falscher Bekenner”, lässt das einfach über sich ergehen. Er ist zu faul und zu müde, um mit seinen Eltern zu reden.
Stattdessen geht er zu sinnlosen Vorstellungsgesprächen und flüchtet sich in eine Traumwelt.
Constantin: Ich glaube, das kommt tatsächlich häufig vor bei Leuten, die mit der Schule fertig werden und sich nie Gedanken gemacht haben, was sie nachher eigentlich machen wollen. Die geraten dann in so eine Leere.
Ihr habt beide schon früh mit der Schauspielerei angefangen – gab es diese Phase der Unentschlossenheit also nie?
Katharina: Nein, ich bin früh in die Schauspielerei hineingewachsen. Es gab auch nie dieses Sicherheitsdenken, erst etwas Solides als Grundlage zu machen und sich dann in der Kunst zu versuchen.
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Verfasst von christophkoch am Juni 5, 2006
In San Francsico findet Ende der Woche zum ersten Mal eine Konferenz zum Thema „Sex in Videospielen“ statt. Die Eröffnungsrede hält Regina Lynn (35) Sex-Kolumnistin des Magazins Wired.com. Sie ist außerdem Autorin des Buches „The Sexual Revolution 2.0“. Wir sprachen mit ihr über Liebe und Sex in Onlinespielen.
Vielleicht habe ich zu langekeine Computerspiel mehr gespielt, aber das letzte Mal, als ich dort auf Sex stieß, musste ich zermürbende Pokerpartien ertragen, um irgendwann die Brüste einer pixeligen Zeichentrickfigur zu sehen.
Seitdem hat sich natürlich schon einiges getan (lacht). Aber Strip Poker ist eine Variante der Sexspiele: Man spielt für sich alleine, löst Aufgaben oder Rätsel und wird dafür mit Erotik belohnt.
Gegenüber DVDs und Internetpornos klingt das mühselig. Wo liegt der Reiz?
In der Unvorhersehbarkeit. Wer sich einen Pornofilm ansieht, weiß, was ihn erwartet, selbst wenn er den Film noch nicht kennt. In den Spielen muss man sich Dinge verdienen, man wird überrascht, manchmal hingehalten. Als Internetpornos Anfang der Neunziger auftauchten, war für mich und viele andere, die Suche der größte Reiz: Man musste lange stöbern, um das zu finden, worauf man scharf war.

Mittlerweile findet man auch dann Pornoseiten, wenn man eigentlich etwas ganz anderes sucht . . .
. . . (lacht) ja, und unsere E-MailEingänge sind auch voll damit.
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Verfasst von christophkoch am April 28, 2006
Man könnte es jeden Tag tun und gerade deshalb macht man es nie: ausführlich mit den eigenen Großeltern reden. Sich von Oma erzählen lassen, ob sie vor Opa in einen anderen verliebt war. Oder Opa fragen, ob er Angst hatte, damals im Krieg. Hier sprechen Grete und Ernst Koch (90 und 92 Jahre alt) über ihr Leben – über eine Liebe, die seit 66 Jahren hält, über zerbröselten Kuchen und getrennte Schwimmbäder.
Schön, dass ich euch ein paar Fragen stellen darf.
Beide: Ja, aber hoffentlich interessiert es auch wen.
Ihr seid 66 Jahre verheiratet. Wie schafft man es, solange verliebt zu bleiben?
Grete: Einen guten Willen muss man haben, beinander zu bleiben.
Ernst: Ja, das stimmt.
Grete: Wir mussten auch oft heftig streiten. Aber wir waren immer gewillt, uns zu versöhnen. Wir wären nie schlafen gegangen, ohne uns zu vertragen.
Streit ist also kein Zeichen, dass man nicht zusammenpasst?
Grete: Nein, gar nicht. Ich glaube, die jungen Leute werfen zu schnell die Flinte ins Korn. Vor allem die Frauen hauen so schnell ab, früher waren es eher die Männer, die ihre Freiheit suchten.
Ernst: Ich glaube auch: Ihr kämpft heute weniger um die Liebe.

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