Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Archiv für 'Wollt grad sagen' Kategorie


Kumpel oder Kollege? Die Schwierigkeiten der Bürofreundschaft

Verfasst von christophkoch am Juli 5, 2008

Der BÜROFREUND verschönert jeden Arbeitsalltag: Er lästert beim Feierabendbier über Vorgesetzte, spielt Streiche mit der Telefonanlage und macht sogar das Kantinenessen erträglich. Aber Vorsicht: Jede Bürofreundschaft birgt Gefahren.

Es ist wieder spät geworden. Als die letzte Mail verschickt ist, sind in den meisten anderen Büros schon die Lichter gelöscht, die Kollegen nach Hause gegangen. Um jetzt noch was zu unternehmen, jemanden anzurufen, ob er heute Abend schon etwas vorhat, ist es eigentlich zu spät. Aber nach Hause gehen ist auch langweilig. Sonst hätte man ja das Gefühl, nur noch für den Job zu leben. Gut dass Fabian auch gerade seinen Rechner runterfährt, wie die Abmeldemelodie seines Computers zwei Türen weiter verrät. »Trinken wir noch ein Bier?« Klar trinken wir noch ein Bier. Mann, war das wieder ein Tag …

Fast jeder - wenn er nicht wie der Autor dieses Textes seine Arbeit unrasiert in einem Unterhemd am heimischen Schreibtisch verrichtet - hat einen Fabian in seinem Leben. Einen Bürokumpel. Einen Office- Buddy oder eine Lieblingskollegin. Der Office-Buddy ist nicht nur derjenige, mit dem man einen angebrochenen Abend in einer Bar zu Ende bringt, die nicht richtig gut ist, aber eben eine Straße neben dem Büro liegt. Er ist auch derjenige, der mittags seinen Kopf durch die Tür streckt und fragt »Kantine?«, und neben den man sich in Meetings oder Konferenzen setzt, um sich in besonders langweiligen Phasen Zettel zu schreiben, auf denen Dinge stehen wie »Geil, wie der Kopf von Steininger im mer nach unten sackt« oder »Wer sagt dem Chef, dass Thomas Gottschalk angerufen hat und seine Klamotten zurück will?«. Während man von vielen anderen Kollegen nicht einmal weiß, in welchem Stadtteil sie wohnen, war man beim Bürokumpel schon ein paarmal zu Besuch und weiß, welche Bilder dort an der Wand hängen, dass er in seiner Freizeit in einer erfolglosen Deutschpunkband namens »Die Böschung« Bass spielt und eine Allergie gegen Erdnüsse hat.

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Die besten Suchanfragen im Juni

Verfasst von christophkoch am Juli 3, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat reichten die Anfragen von selbstbewusst (”wenigstens weiß ich wer ich bin”) und tragisch (”Mein Mietnomade hat mich verklagt”) über eigenwillig (”Turnschuhmodell Hitler”) bis zu pragmatisch (”aus Bundeswehr zürcktreten” und “Wie bekomme ich am schnellsten eine Affäre”?).

Die besten Suchanfragen im Juni

  • wie lache ich mir ein one night stand an
  • sie sind ja emotional
  • suchen ideen um nachbarn zu ärgern
  • jemanden fürs bett finden frauen leicht
  • neons männlich und weiblich
  • welches getränk hat am meisten alkohol?
  • wenigstens weiss ich wer ich bin

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Die besten Suchanfragen im Mai

Verfasst von christophkoch am Juni 1, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat kamen neben den inzwischen Routine gewordenen Nachbarschaftsanfragen (”Wie führt man seinem Nachbarn schaden zu?” oder “Nachtruhe Bremen”) wieder eine Menge Schmuddelkram - aber wer Artikel über One Night Stands schreibt, die dann noch von der “Bild” geklaut werden, muss sich darüber natürlich auch nicht wundern. Ansonsten reichte das Anfragen-Kaleidoskop diesen Monat von schmeichelhaft (”sexy Christoph Koch”) über nachdenklich (”Wie macht man sich undurchschaubar?”) bis zu neugierig (”Arbeitspensum Schriftseller”) und legasthenisch (”one ein stend”).

Ebenfalls interessant: Wie viele Menschen sich dafür interessieren, ob Thees “Tomte” Uhlmann, Marcus “Kettcar” Wiebusch, Charlotte “Feuchtgebiete” Roche oder Roger “anstrengend” Willemsen in einer festen Beziehung sind. Meines Wissens: Ja, sind sie alle. Und selbst wenn nicht - mit Internet-Stalkern gehen auch ungebundene Promis nur ungern aus.

Die besten Suchanfragen im Mai:

  • welche sache erfand koch?
  • wie führt man seinem nachbar schaden zu
  • was hat die heilige charlotte gemacht?
  • sexy christoph koch
  • am wenigsten zum richten
  • “Marcus Wiebusch” Freundin
  • Thees Uhlmann Freundin
    (An die Fragenden: Ja, beide vergeben.)
  • früher war alles strenger
  • wenn eltern zu viel schimpfen

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Aus Restevögeln wird Resteficken - sonst ändert sich nix.

Verfasst von christophkoch am Mai 22, 2008

Gibt es eine größere Demütigung, als von bild.de beklaut zu werden?

Wie dreist und schamlos bild.de-Autorin Meike Meyruhn das “A Bis Z - One Night Stands” abgeschrieben hat, das ich zusammen mit Petra Harms für die letzte NEON-Ausgabe verfasst habe, hätte ich ohne den Hinweis von bildblog.de gar nicht bemerkt. Da steht im Grunde alles schön zusammengefasst, viel mehr gibt es nicht zu sagen. Außer natürlich: How low can you go?

Bildblog schreibt:

Verblüffende Parallelen finden sich übrigens auch bei den Punkten Anfängerfehler, Casual Sex, Danke, Ekstase, Genitalschock, Hoffnung, Jammern, Kondome, Telefonnummer, Xfach abgeblitzt und natürlich bei “Zu mir oder zu dir?”. Ein wenig kreativ sind die Bild.de-Redakteure wenigstens bei dem “Neon”-Stichwort “Restevögeln”. Sie ändern es in “Resteficken”.

(Hinweis in eigener Sache: Der NEON-Artikel ist bereits Ende April erschienen. Dass er hier im Blog erst am 20. Mai auftaucht, liegt daran, dass ich die NEON-Texte immer erst poste, wenn die entsprechende Ausgabe nicht mehr an Kiosk liegt. Die hübschen Ausrisse auf dieser Seite hat übrigens das bildblog angefertigt.)

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Hotels for lovers, not for fighters: Neue Serie auf stern.de

Verfasst von christophkoch am Mai 9, 2008

“Hotels für Verliebte” heißt die neue Serie auf stern.de, in der Mademoiselle und ich Hotels testen werden, die sich vor allem für den Aufenthalt zu zweit eignen.

Die Testrubriken reichen von “Ausschlafen” (Zimmer) und “Diskretion” (Service) bis zu “Raus aus den Federn” (Ausflug in die Umgebung). Alle zwei Wochen kommt ein neues Hotel dazu.

capozzo

Anschauen kann man sich die erste Folge - das Hotel Ca’Pozzo in Venedig - hier.

Viel Vergnügen!

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Die besten Suchbegriffe im April

Verfasst von christophkoch am Mai 2, 2008

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, andere Blogs - oder aber Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Diesen Monat kamen neben jeder Menge unanständiger Suchbegriffe (die natürlich allesamt beim Roche-Interview endeten und hier ausgespart werden sollen) Anfragen, die von verzweifelt (”Erst ja zur Heirat dann nein”) über bizarr (”Statik der Brüste”) und präzise (”snobs düsseldorf”) bis zu niedlich (”Wie schiebt man ec-karten in den geldautomaten?”) und lyrisch (”Kirschbaum und seine Nachbarn”) reichten. Ich hoffe sehr, dass alle Suchenden hier auch tatsächlich fündig wurden.

Die besten Suchanfragen im April:

  • Küchen um 3500 Euro
  • sachen die man am strand braucht von a bis z
  • fußmatte gerichtsurteil
  • hämoride wenn mann hat was mus ma tun
  • snobs düsseldorf
  • lohas trinken
  • kirschbaum und seine nachbarn
  • eminem wie lange drogen abhängig

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Äthiopien: Lektionen in Demut

Verfasst von christophkoch am April 12, 2008

Die Menschen hatten sich schon aus dem umgestürzten Bus gerettet, als wir die staubige Bergstraße entlang kamen. Standen zwischen den großen Steinen und ihren Decken, Tüten und Taschen am Rand, verängstigt, den Schock noch in den schmutzigen Gesichtern. Der Fahrer war ausgestiegen, um mit einem entgegenkommenden LKW darüber zu streiten, wer zurücksetzen müsse, um den anderen vorbeizulassen.

Die Handbremse war wie der Rest des Busses nicht mehr ganz neu oder TÜV-geprüft und so rollte der Bus die abschüssige Straße hinunter und kippte in den Graben. Wäre statt einer Rechts- eine Linkskurve gekommen, wäre er in die Tiefe gestürzt und es hätte vermutlich niemand überlebt.

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