Christoph Koch

Wollt grad sagen.

Mit ‘Anderson Cooper’ verschlagwortete Einträge

Adventszeit – Listenzeit (5): Die besten Bücher 2008

Verfasst von christophkoch am 19. Dezember 2008

Wie immer, wenn sich das Jahr dem Ende neigt, hält man inne, besinnt sich … und streitet rum, welcher Film, welche Band oder welches Tanztheater-Aufführung mit mindestens zwei Unterstrichen im Titel nun die beste war.

Die besten Bücher des Jahres 2008

Die Nacht als Versprechen

Mjunik Disco: Die Nacht als Versprechen

  1. Mirko Hecktor (Hg.) – Mjunik Disco
  2. Thomas Glavinic – Das bin doch ich
  3. Paul Theroux – Dark Star Safari Den Rest des Beitrags lesen »

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„Ich habe schon viele Leichen gesehen“ – Interview mit CNN-Moderator Anderson Cooper

Verfasst von christophkoch am 19. August 2008

Anderson Cooper, 41, ist einer der bekanntesten Journalisten der USA und moderiert bei CNN „Anderson Cooper 360 °“. Er wurde bereits als Baby für „Harper’s Bazaar“ fotografiert. Nach seiner Karriere als Model studierte der Sohn von Gloria Vanderbilt in Yale und machte sich mit Berichten aus Krisengebieten einen Namen.

Mr. Cooper, im aktuellen US-Wahlkampf haben Sie die sogenannten „YouTube-Debatten“ für CNN moderiert. Dort konnten die Wähler Fragen an die Kandidaten stellen, indem sie kleine Filme bei der Internetplattform YouTube hochladen.

Es ist ein wahnsinnig interessantes Format. Es ändert die Art der Debatte komplett und bringt neue Energie in den althergebrachten Schlagabtausch der Argumente. Es erzeugt außerdem ein Maß an Intimität und Direktheit, das vorher nicht möglich war. Das halte ich für sehr gut. Man braucht allerdings jemanden vor Ort, der nachhakt. Denn die Kandidaten sind bekanntlich sehr gut darin, die Fragen so zu beantworten, wie sie sie beantworten wollen – und nicht so, wie sie gestellt waren.

Da kamen Sie ins Spiel?

Ja, meine Aufgabe ist, aus den Fragen eine angeregte Diskussion entstehen zu lassen. Ideal wäre es, wenn die Leute die Nachfragen ebenfalls von zu Hause über das Internet stellen könnten. Eines Tages wird das auch passieren.

Wie unterscheiden sich die YouTube-Fragen von dem, was ein Journalist fragen würde?

Wenn wir Journalisten Fragen stellen, werden sie oft sehr lang. Wir wollen klug wirken. Die Fragen, die die Leute über YouTube einsenden, sind viel persönlicher. Die Menschen sind meist unmittelbar von dem betroffen, wonach sie fragen. Die persönliche Dringlichkeit einer Frage, die eine Familie vor ihrer Webcam aufgenommen hat, oder eine Mutter, deren Sohn im Irak stationiert ist – sowas bekommt ein Moderator nur sehr schwer hin.

Anderson Cooper.

Moderierte die YouTube-Debates mit Zuschauerfragen auf CNN: Anderson Cooper.

Kommt das amerikanische Wahlsystem mit den endlosen Vorwahlen und dem langen Wahlkampf der beiden Hauptkandidaten einem Nachrichtensender wie CNN nicht generell sehr gelegen? Sie müssen ja jeden Tag 24 Stunden Programm füllen …

Das ist sicherlich richtig. Man verbringt als Journalist oft viel Zeit damit, über die Rivalitäten zu schreiben. Man ist oft mehr in die tagtäglichen Streitereien verwickelt als in die wirklich wichtigen Kernthemen. Aber ich denke, dieser Wahlkampf ist lang genug und es gibt genügend Debatten, so dass niemand sagen kann, er wisse nicht, wofür die Kandidaten wirklich stünden. Eine andere Gefahr ist natürlich, dass manche Menschen das Thema leid sein könnten, wenn Ende des Jahres die Wahl tatsächlich ansteht. Auch deshalb versuchen wir uns, so gut es geht, auf die inhaltlichen Fragen zu konzentrieren und uns nicht in den Kleinigkeiten des Wahlkampfalltags zu verlieren. Der CNN-Chef Jonathan Klein hat als Devise für unsere Wahlkampfberichterstattung ausgegeben: „Lasst die Kandidaten reden, nicht die Experten und Analysten.“

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Live! Im Auge des Nachrichten-Orkans

Verfasst von christophkoch am 7. Februar 2008

Zwischen Pizzakarton und Präsidenten-Prognose: Wie der amerikanische Nachrichtensender CNN den „Super Tuesday“ der US-Vorwahlen aufbereitet – eine Reportage aus New York.


Der Central Park in New York ist einer der wenigen Orte, die selbst bei Nieselregen und grau drückendem Himmel majestätisch strahlen. Von den oberen Stockwerken des Time-Warner-Gebäudes direkt an der südwestlichen Ecke des Parks kann man das gut sehen. Doch heute hat niemand hier Muße für den beeindruckenden Ausblick. Es ist „Super Tuesday“, der vermutlich entscheidende Tag im Vorwahlkampf um die amerikanische Präsidentschaft. 22, beinahe die Hälfte aller Bundesstaaten entscheidet heute, wen sie auf Seiten der Republikaner und wen für die Demokraten ins Rennen schicken wollen. Noch mehr Staaten als sonst haben sich für diesen Termin entschieden, manche sprechen deshalb auch vom „Super-Duper Tuesday“ oder vom „Tsunami Tuesday“

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CNN1

Vor zwei Tagen erst haben die New York Giants überraschend den Super Bowl gewonnen, die Stadt jubelt – so enthusiastisch das im geschäftig-coolen New York möglich ist. „Super Bowl, Super Tuesday – noch mehr Supersachen und wir werden alle einen Herzinfarkt erleiden“, scherzt CNN-Chef Jonathan Klein professionell, als er die Studiozuschauer zur Sondersendung „Conversations on the circle“ begrüßt.

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„Ich bin der am wenigsten emotionale Mensch, den ich kenne“

Verfasst von christophkoch am 3. Februar 2008

Anderson Cooper, der neue Star von CNN, über den Präsidentschaftswahlkampf, Emotionen und Journalismus

Mr. Cooper, im Wahlkampf der Präsidentschaftskandidaten moderieren Sie die YouTube-Debatten für CNN. Dort können die Wähler Fragen an die Kandidaten richten, indem sie kleine Filme mit ihren Anliegen bei der Internetplattform YouTube hochladen. Welche Erfahrungen machen Sie mit diesem Konzept?

Es ändert die Art der Gespräche komplett und bringt neue Energie in den Schlagabtausch. Man braucht allerdings jemanden vor Ort, denn Politiker sind sehr gut darin, Fragen so zu beantworten, wie sie sie beantworten wollen.

Wer wählt die Fragen aus?

Idealerweise könnten die Leute online abstimmen, welche Fragen gestellt werden sollen. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die Wahlkampfteams der Kandidaten bestimmte Fragen anonym rauf- oder runterwählen würden, wenn es eine offene Internet-Abstimmung gäbe. Deshalb werden die Fragen momentan noch von unserem Team ausgewählt.

Anderson1

Es gab in der Vergangenheit bereits Debatten, in denen das Studiopublikum fragen konnte.

Aber selbst da stellen die Leute erstaunlich förmliche Fragen, die wenig mit ihnen selbst zu tun haben. Sie werden nervös und stocksteif. Zuhause vor ihrer Webcam können sie so sein, wie sie wirklich sind, und die Fragen stellen, die sie wirklich bewegen.

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