Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Geburtstagsverlosung: Das Bourne Komplott für Xbox 360

Verfasst von christophkoch am 16. Juli 2008

Zur Feier des 100. Artikels in diesem Blog gibt es eine kleine Verlosung. Ich habe vor kurzem das Spiel „Das Bourne Komplott“ (das ich ja immer noch mit Bindestrich schreiben würde, aber mich fragt ja schon lange keiner mehr) zugeschickt bekommen. Nur leider in der Xbox-Version. Da ich als PS3-Besitzer nichts damit anfangen kann, verlose ich es unter all denjenigen, die bis Ende Juli in einer E-Mail an mich (christoph.koch at arcor.de) verraten, welcher Artikel dieses Blogs ihnen am besten gefallen hat.

Ach so: Da das Spiel ab 18 freigegeben ist, kann ich es nur an Volljährige verlosen. Aber Minderjährige sollten sich hier eh nicht zu viel rumtreiben, so viel wie hier über Charlotte Roche und One Night Stands geschrieben wird. Pfui Spinne.

Bourne Komplott

Bourne Komplott

Der Gewinn

„Das Bourne Komplott“ ist Ende Juni bei Vivendi Games erschienen und für Xbox 360 und PS3 erhältlich. Bei der dem Third-Person-Shooter handelt sich jedoch nicht um eine Filmumsetzung, sondern um eine Adaption der Bücher des Bourne-Autors Robert Ludlum. In dem Spiel sieht man also nicht wie Matt Damon aus – ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dafür trägt man zeitweise eine schicke Lederjacke und darf in einem Flughafen rumballern.

Text: Christoph Koch
Screenshot: Vivendi Games

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Studentenbriefe: Post in die Heimat

Verfasst von christophkoch am 16. Dezember 2007

Nachdem Studenten und Berufsanfänger das heimische Nest verlassen haben, melden sie sich nach Meinung der Eltern nur noch viel zu selten – per Brief, E-Mail oder Telefon. Das liegt daran, dass die meisten einfach nicht wissen, wie Sie – gerade in kritischen Momenten – ihre Anliegen so formulieren sollen, dass Mutter & Vater sie verstehen. Der UniSpiegel-Sprachkurs hilft bei diesem Dilemma.

Lektion 1 – Die Reise

Die Situation:

Sie wollen mit einer Handvoll Unifreunden eine wilde Wochenendreise unternehmen – leider fehlt Ihnen dazu das nötig Kleingeld

Aufgabe:

Verfassen Sie eine E-Mail, mit der Sie sich das nötige Reisebudget bei Ihren Eltern besorgen.

Das wollen Sie schreiben:

„Ich brauche leider mal wieder mehr Geld, weil ich mit ein paar Freunden übers Wochenende nach Amsterdam fahren will – und leider immer noch keinen Job gefunden habe. Es wäre super, wenn Ihr mir bis allerspätestens Donnerstag so um die 500 Euro überweisen könntet, denn am Freitag wollen wir mit Oschis VW-Bus schon früh los – nachmittags sind die Coffeeshops noch nicht so voll. Wir pennen zwar auf dem Campinglatz, aber der Eintritt für den Club, in dem Leute live auf der Bühne Sex haben, kostet allein 60 Euro. Aber keine Angst, dafür sind aber auch schon eine Menge Freigetränke drin, es ist also wirklich kein zum Fenster rausgeworfenes Geld. Und überhaupt, was soll denn der ganze Stress – Ihr wart doch schließlich auch mal jung.“

Das sollten Sie schreiben:

„Wie ich Euch sicher schon einmal erzählt habe, lässt es mein Stundenplan derzeit nicht zu, dass ich mich nach einem Nebenerwerb umsehe. Deshalb befinde ich mich ausgerechnet jetzt in einer finanziell angespannten Lage, wo der Ausflug unseres Orientierungskurses ansteht. Dort soll für den Schwerpunkt „Großstadtsoziologie“ das Phänomen der Gentrifizierung in der Innenstadt von Amsterdam analysiert werden. Es wäre nicht nur für mich, sondern auch für meine Kommilitonen sehr schade, wenn ich aus finanziellen Gründen auf diese Exkursion müsste. Der Professor hat die Teilnahme zwar nicht zur Bedingung gemacht, aber ich bin sicher, dass es sich negativ auf meine Endnote auswirken wird, wenn ich nicht mitfahren kann.“

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n.A.T.o. – Sind so schöne Augen

Verfasst von christophkoch am 20. Dezember 2005

Schwarze Witwe statt Schulmädchen: Der neue Pop-Schocker des „t.A.T.u.“-Erfinders

Ivan Shapovalov ist kein Mann vieler Worte. Der russische Musikproduzent, der als Erfinder des Popduos t.A.T.u. weltberühmt wurde, antwortet auf die Interviewanfrage per E-Mail nur mit einer Telefonnummer und dem Satz: „It is possible.“ Auf die Rückfrage, wann man ihn am besten erreichen könne, kommt wieder nur eine Zeile: „Any time.“ Als er dann endlich abnimmt, bittet er, eine Stunde später noch mal anzurufen. Nach 55 Minuten eine neue Mail: „Call now :)“. Da ist tatsächlich ein Smiley.

nato_neu

Ivan Shapovalov, das ist – der neue Malcolm McLaren. Der hatte Ende der siebziger Jahre die Welt in Rage versetzt, weil er eine Band namens Sex Pistols in Hakenkreuz-Shirts über die Queen, Bergen-Belsen und Anarchie singen ließ. Das würde heute nur noch begrenzt schocken, weil es als Pop-Strategie erkennbar wäre. Shapovalov hat trotzdem etwas ähnliches wie einst McLaren geschafft. Mit zwei jungen Mädchen in Schuluniformen – die sich innig küssten.

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„Ich finde es nicht provokant, wenn sich zwei junge Mädchen auf der Bühne küssen“ – Interview mit dem Erfinder von t.A.T.u. und n.A.T.o.

Verfasst von christophkoch am 30. November 2004

Ivan Shapovalov brachte uns im letzten Jahr t.A.T.u., zwei küssende Mädchen in Schuluniformen, sein neuer Streich heißt n.A.T.o. – und benutzt als Tabuthema nicht Pädophilie, sondern islamistischen Terrorismus.

Das Video zu ›Chor Javon‹, der ersten Single von n.A.T.o., kursiert bereits im Internet und wurde an Majorlabels in aller Welt geschickt. Es zeigt ein verschleiertes Mädchen, das statt Schuluniform eine schwarze Burkha trägt, die sie aussehen lässt wie eine »schwarze Witwe« – die Selbstmordattentäterinnen, die Russland derzeit in Atem halten. Ihr Gesicht wird in verschiedene Nachrichtensendungen hineingeschnitten, Worte wie »Al-Qaida«, »Oil« und »Terrorism« werden eingeblendet. In einer Szene sieht es tatsächlich so aus, als würde sich die Sängerin in die Luft sprengen. Die Musik dazu: wehmütiger arabischer Gesang über dicke, krachende Beats, wie man sie von t.A.T.u.-Songs wie ›They’re Not Gonna Get Us‹ oder ›All The Things She Said‹ kennt – Hitpotenzial für die Dancefloors von Wladiwostok bis Frankfurt also durchaus vorhanden. Ein Anruf bei Ivan Shapovalov, dem brillanten Pop-Impresario – er klingt Valium-satt, spricht in kurzen, abgehackten Sätzen, rollt das R, wie es sich für Männer des Ostens gehört.

Text

"Die Musik von n.A.T.o. wird den Menschen helfen, ihre Angst zu verlieren." - Szene aus "Chor Javon"

Sie werden manchmal mit Malcolm McLaren, dem Erfinder der Sex Pistols, verglichen. Für ein englisches Magazin haben Sie einmal ein Gespräch mit ihm geführt. Konnten Sie dabei gewisse Ähnlichkeiten feststellen?
Wir haben uns gut verstanden, aber ich vergleiche nicht – weder mich noch andere. Solche Vergleiche sagen meist mehr über die Leute aus, die sie anstellen, als über die, die verglichen werden. Fragen Sie besser die Leute, die sich solche Vergleiche ausdenken.

Wann haben Sie aufgehört, mit t.A.T.u. zusammenzuarbeiten?
Ich weiß nicht mehr genau, wann das war. Aber für mich war es auch nie Arbeit. So etwas ist nie Arbeit.

Was ist es dann?
Es ist mein Leben.

Also gut – wann haben Sie aufgehört, mit t.A.T.u. zu leben?
Ich habe nicht aufgehört. Die Mädchen haben aufgehört.

Haben Sie noch Kontakt zu ihnen?
Ich höre von ihnen aus den Medien, aber wir haben keinen persönlichen Kontakt mehr.

Was haben Sie gedacht, als die beiden öffentlich gemacht haben, dass sie gar nicht lesbisch sind und eine von ihnen sogar schwanger wurde?
Ich habe nie behauptet, dass die beiden lesbisch sind – das war bloß das Medienimage. Für mich war es immer ein Phänomen, das man oft zwischen Mädchen beobachten kann: eine sehr enge Freundschaft, die irgendwann zu Liebe wird.

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