Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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„Wir sind alle ein bisschen wie Homer Simpson“: Verhaltensforscher Richard Thaler erklärt, wie wir bessere Entscheidungen treffen

Verfasst von christophkoch am 3. März 2009

Warum fallen uns ENTSCHEIDUNGEN so schwer? Und warum entscheiden wir so oft falsch? Der US-amerikanische Verhaltensforscher Richard Thaler erklärt unseren Wankelmut und spendet Trost: Dass wir uns mit klaren Ansagen so schwertun, ist nicht allein unsere Schuld.

Auf dem Weg hierher habe ich einen Kaffee gekauft. Schon die kleinste Bechergröße hieß »tall«, schien mir ein guter Deal: wenig bezahlen, was Großes bekommen. In Ihrem Buch »Nudge« – was so viel heißt wie »Stupser« – beschreiben Sie, dass wir mit genau solchen Tricks zu Handlungen oder Produkten gestupst werden.

Wenn wir uns also ausnahmsweise mal für etwas entscheiden, ist es gar nicht unsere eigene Entscheidung – wir wurden »gestupst«? Oft ist das so, ja. Aber gegen solche Stupser kann man auch immun werden. Irgendwann erscheint Ihnen der Kaffee klein, auch wenn er »tall« heißt – denn Sie sehen immer mehr Menschen mit größeren Kaffeebechern herum laufen. Die kleinsten Eier, die man in USSupermärkten kaufen kann, tragen die Bezeichnung »groß«. Trotzdem würde jeder Mensch sie als »eher klein« bezeichnen. Was einmal als »Nudge« funktioniert hat, muss nicht auf ewig effektiv bleiben.

Nudge

Leider noch nicht auf deutsch erschienen: "Nudge"

Wie oft werde ich in einem gewöhnlichen Supermarkt gestupst – und vor allem: Wie?

Abgesehen von rowdyhaften Kunden? Oh, der Supermarkt ist voller »Nudges«. Ein wichtiger Faktor ist die Platzierung der Produkte. Firmen bezahlen dafür, dass ihre Waren auf Augenhöhe oder an besonders auffälligen Stellen platziert werden. Der Laden wiederum stupst uns dadurch, dass unser Weg durch den Markt genau vorgeplant ist – damit wir auf jeden Fall an Produkten vorbeikommen, die uns in Versuchung führen und hohe Gewinnspannen versprechen.

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Bloggen unterwegs – plus vier andere lohnende Applikationen für das iPhone

Verfasst von christophkoch am 7. November 2008

Wet mich kennt, hat sich vielleicht auch schon darüber totgelacht, dass ich als braver early adopter schon seit über einem Jahr das iPhone mit mir herumtrage, es aber nie zum telefonieren benutze. „Nur für so andere Sachen“, spottete selbst die zitty. Und seit Apple das iPhone für Fremdapplikationen geöffnet hat, gibt es noch viel mehr „so andere Sachen“. Zeit für einen kurzen Überblick.

Meine fünf liebsten Anwendungen derzeit:

Last.fm: Musik hören unterwegs, mit selbst angelegten Radiostationen, Empfehlungen basierend auf dem eigenen Geschmack oder im Stream von Freunden. Wenn die auf dem Telefon gespeicherten Lieder also nicht mehr ausreichen: einfach Radio hören, nur ohne Werbung, dafür mit besserer Musik.

Stanza: Alle reden über den ollen Kindle von amazon – Bücher in klein lesen ohne Seitenrascheln und Papierschnittwunden geht aber auch mit Stanza, dem eBook-Reader für das iPhone. Umsonst den „Großen Gatsby“ in der Arbeitsamtschlange durchschmökern oder den „New Yorker“ nachts beim Ausgehen auf der Clubtoilette. Modernes Strebertum – nie war es handlicher.

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Endlich verstehen: Der Akku

Verfasst von christophkoch am 5. November 2008

Darüber, wie er am längsten hält und am WENIGSTEN ENERGIE verbraucht, gibt es so viele Theorien wie unterschiedliche Ladegeräte. Warum ist das so? Und wann kommt endlich der Wunderakku, der ewig hält?

Die Welt funktioniert nur so lange, wie die Akkus laufen. Überall werden die Energiespeicher heute eingesetzt, von Autobatterien über Operationssäle bis hin zu U-Booten. In diesem Text soll es aber vor
allem um Lithium-Ionen-Akkus und deren Weiterentwicklung, die Lithium-Polymer-Akkus, gehen. Das sind die kleinen Kästchen, die in Laptops, Digitalkameras und Mobiltelefonen stecken. Sie gelten als die Königsklasse der Akkus, da sie relativ klein sind, vergleichsweise viel Strom speichern können, dabei gleichzeitig wenig Hitze abstrahlen und lange halten.

Vollmachen

Um Strom zu speichern beziehungsweise zu sammeln – denn Akkumulator heißt wörtlich »Sammler« -, wird bei Akkus elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt. Beim Lithium-Ionen-Akku werden dabei, wie der Name schon sagt, Lithium-Ionen verschoben. Wie das genau funktioniert, muss man nicht verstehen. Wichtig ist vor allem, dass man Akkus wegen der darin enthaltenen Chemikalien nicht in den Hausmüll werfen, sondern im Handel oder auf einem Recyclinghof entsorgen sollte.

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Zwei neue Folgen der „Modernen Etikette“

Verfasst von christophkoch am 2. Oktober 2008

Gleich zwei neue Folgen meiner Kolumne zum Thema „Moderne Etikette“ gibt es auf stern.de zu lesen. Die eine Folge beschäftigt sich mit dem Thema, wie man in der Anfangsphase einer Beziehung mit all den Online-Communitys umgeht, in deren Profilen man sich auf einen Beziehungsstatus festlegen muss. Singler? Vergeben? Verliebt, verlobt, verheiratet?

„Es gab Zeiten, da mussten wir uns nur im echten Leben um unseren Beziehungsstatus sorgen. Als sei das nicht schon schwer genug, nötigt einen das Internet inzwischen, öffentlich zu erklären, wie verliebt, verlobt oder verheiratet man gerade ist. Wer nicht mehr ganz „Single“, aber auch noch nicht so richtig „vergeben“ ist, hat es da oft schwer.“

In der anderen Folge geht es um Grüße aus der Ferne. Beziehungsweise um die Debatte, ob eine kurze Urlaubs-SMS „Viele Grüße aus Illinois. Hier ist es super, denke an Euch! Piffpaff, Euer Justus“ nun eine Frechheit ist oder eine nette Geste. Ob man handschriftliche Kartengrüße und umständliches Briefmarkenbesorgen als Zuhausegebliebener erwarten kann – oder ob man damit nicht jedem Reisenden seinen wohlverdienten Urlaub vergällt.

„Schreibst du mir eine Karte?“, ist das erste, was jeder zu hören bekommt, der sich in die Ferien verabschiedet. Ganz gleich, ob er nach Buxtehude oder nach Bali verreist. Dabei sind Postkarten der Todesstoß für jeden Urlaub.“

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Noch eine neue stern.de-Kolumne: Moderne Manieren

Verfasst von christophkoch am 3. September 2008

Neben den Hoteltests gibt es seit dieser Woche auf stern.de noch eine weitere Kolumne: „Knigge 2.0″, eine Anleitung für besseres Benehmen in unseren modernen Zeiten. Zwischen Internet-Liebe, Kondolenz-SMS und Gesäßtätowierungen vergisst man leicht, dass das Zusammenleben ja nur dann erträglich wird, wenn sich alle ein bisschen zusammenreißen. Und weniger rumnerven. „Aber das ist doch selbstverständlich, dass ich in der U-Bahn nicht meinen Rucksack auf dem Rücken behalte und mich damit ständig so hin und herdrehe, dass andere Leute Nasenstüber und Kinnhaken bekommen“. Nun ja, für manche ist das weniger selbstverständlich – und bei vielen Fragen herrscht komplette Verwirrung: Sind SMS aus dem Urlaub an die Daheimgebliebenen eine Frechheit? Was mache ich mit meinen Online-Profil einer Internet-Community, wenn ich frisch verliebt bin? Und so weiter und so fort. Alles nicht so wahnsinnig ernst gemeint – und auf keinen Fall ein ein biederer Business-Knigge für Leute, die immer alles richtig machen wollen.

In der ersten Folge geht es passenderweise darum, wie man in der neuen Firma Einstand feiert oder sich aus der alten verabschiedet. Lesen kann man sie hier.

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Kein Anschluss unter dieser Nummer

Verfasst von christophkoch am 22. August 2007

Ein US-Unternehmen gaukelt telefonische Unerreichbarkeit vor.»Hm, du bist scheinbar nicht zu Hause … Ich versuche es mal auf deinem Handy« – solche Nachrichten müsste niemand mehr auf seinem Anrufbeantworter finden, wenn es nach dem Telefonunternehmen GrandCentral ginge. Die US-Internetfirma bietet eine kostenlose Rufnummer an, die bei einem Anruf alle Telefone gleichzeitig zum Läuten bringt: Festnetz, Handy, Büro, Blackberry, Wochenendhaus. GrandCentral
Gespenstisch – aber man verpasst nie wieder einen Anruf. Es sei denn, man möchte genau das. Denn GrandCentral bietet revolutionäre Möglichkeiten zur Anruferkontrolle und -demütigung.

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Die neue urbane Etikette

Verfasst von christophkoch am 19. Juni 2007

Wie wir in der modernen Großstadtwelt besser miteinander klarkommen

jeans_etikette

Unter welchen Umständen ist es im Nachtleben in Ordnung als Frau ein Männerklo zu besuchen – und ist es umgekehrt ebenso denkbar?

Guter Stil ist es auch bei Damen nicht, sich auf das weniger frequentierte Herrenklo zu schleichen. Bei Schlangen, die sich mehrmals um den Dancefloor winden, ist es jedoch möglich, dass dies manchen Damen egal wird. Absolut ausgeschlossen ist es, als Mann die Damentoilette aufzusuchen, nur weil dort gerade kein Betrieb ist und sich bei den Herren ein Koksrückstau vor den Kabinen gebildet hat. Im Falle eines kompletten Zusammenbuchs des männlichen Toilettentrakts obliegt es dem Clubbetreiber oder seiner Toilettendame (siehe zitty-Ausgabe 12), die Geschlechtertrennung offiziell aufzuheben.

Wann und wo darf ich mein Handy benutzen?

Grundsätzlich gilt: Telefonate eines Fremden mithören zu müssen, ist immer eine anstrengende Zumutung, da einem das „Weghören” schwerer fällt, als bei einer Unterhaltung zweier real anwesenden Personen. Warum? Unbewusst versucht unser Gehirn ständig, die fehlende Hälfte des Gesprächs zu ergänzen – und kann deshalb das ins Handy gebrüllte Fragmente wie „Aber wieso? … Ach so, verstehe! … Auf gar keinen Fall!” nicht so einfach ausblenden. Die Faustregel ist also: Wo immer Menschen Ihrer Telefonkonversation schutzlos ausgeliefert sind, ist es ein Akt der Höflichkeit, darauf zu verzichten, oder den Raum zu verlassen. Zuhause oder auf der offenen Straße können Sie so viel telefonieren, wie Sie wollen. Tabu sind Handygespräche jedoch in Restaurants, U- und S-Bahn, Aufzügen, Besprechungen, Fitnessstudios und Kinos (auch während der Werbung) sowie an der Supermarktkasse. Wer auf der Toilette telefoniert – ganz egal, ob auf der eigenen oder einer öffentlichen – ist für Gedanken über Etikette vermutlich sowieso nicht allzu empfänglich.

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