Mit ‘Liebe’ verschlagwortete Einträge
Verfasst von christophkoch am 15. Januar 2009
Fürs neue Jahr werden immer wieder gute Vorsätze gefasst. Wie wär’s denn mal mit dem: Ich treffe mich nur noch mit Leuten, die mir wirklich wichtig sind!
„Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber wir müssen reden.“ Nein, so geht es auf gar keinen Fall. „Ich habe in letzter Zeit viel nachgedacht, auch über uns beide.“ Oh Gott, das klingt ja wie in einem schlechten Film! Vielleicht besser ganz sachlich? „Es ist nicht mehr so wie früher. Wir sollten uns nicht mehr sehen.“ Irgendwie geht das auch nicht. Aber wie denn dann?
Wer denkt, eine Liebesbeziehung zu beenden sei schwierig, möge bitte einmal versuchen, eine langjährige Freundschaft aufzulösen. Denn einen Liebhaber oder eine Geliebte abzuservieren, ist ein Picknick im Park – verglichen mit der Aufgabe, den Stecker aus einer Freundschaft zu ziehen.
Fast jeder stand schon vor diesem Problem: Man kennt den anderen lange, hat viel miteinander durchgemacht, gute Zeiten erlebt. Aber jetzt fühlen sich die Anrufe des alten Freundes wie eine Wurzelkanalbehandlung beim Zahnarzt an. Und die Verpflichtung, sich mal wieder zu melden, belastet wie der wachsende Berg Altpapier, der längst hätte weggebracht werden müssen, oder wie der seit Wochen überfällige Brief ans Finanzamt. Trotzdem: Eine klare Aussprache erscheint grauenvoll. Müsste man sich entscheiden, würde man in der Regel lieber das Land verlassen, als dem anderen offen zu erklären, dass und warum man keine Lust mehr hat, gemeinsam Zeit zu verbringen. Warum bloß fällt es so schwer, sich einzugestehen und auszusprechen, dass eine Freundschaft ihr Verfallsdatum überschritten hat?
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Veröffentlicht in Tagesspiegel | Verschlagwortet mit : Freunde, Freundschaft, Kumpel, Liebe, Lillian Rubin, Liz Pryor, Partnerschaft, Psychologie, Psychologin, Ratgeber, Schlussmachen, Trennung | 4 Kommentare »
Verfasst von christophkoch am 6. September 2008
Geld und Liebe – ein heikles Thema, das schon oft für Beziehungsstreit gesorgt hat. Zum Glück gibt’s den Psychotest! Für jede Antwort bekommst du einen Geldbetrag. Wie viel du am Ende beisammen hast, gibt dir Auskunft darüber, was für ein Geldtyp du in Liebesdingen bist.
Du warst mit deinem Partner essen – wer zahlt die Rechnung?
- Ich kann Essensquittungen leider nicht absetzen, also soll sie/er das mal übernehmen, wozu ist sie/er schließlich Freiberufler? +10 Euro
- Ich sehe in meinem Kalender nach und stelle fest, dass ich dran bin. Na, wenn ich das gewusst hätte, wäre ich in das günstigere Restaurant gegangen. +100 Euro
- Natürlich ich, so machen wir es schließlich immer. Nicht dass ich es mir leisten könnte, aber das muss mein Partner ja nicht wissen. +1000 Euro
Dein Partner setzt sich aus Versehen auf deine Designersonnenbrille – wie reagierst du?
- Ich lasse mir die Brille ersetzen – dass ich sie gebraucht für einen Spottpreis gekauft habe, sage ich natürlich nicht. +10 Euro
- Ich lasse mir von der Haftpflichtversicherung den Zeitwert ersetzen, aber im Grunde kann so etwas ja jedem mal passieren. +100 Euro
- Ich kaufe mir selbst eine neue – und ihr/ihm auch gleich eine dazu, damit der Schreck schnell vergessen ist. +1000 Euro
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Veröffentlicht in Neon | Verschlagwortet mit : Betrag, Beziehung, Geiz, Geld, Geldtyp, Liebe, Partnerschaft, Psychotest, Rechnung, Streit | 3 Kommentare »
Verfasst von christophkoch am 22. April 2008
Wie verkorkst bist du in Liebesdingen? Hast du Reiseziele, die seit der letzten Freundin verbrannte Erde sind? Gibt es Lieder, die dich an deinen Psycho-Exfreund erinnern? Dieser Test verrät, wie BEZIEHUNGSGESCHÄDIGT du bist.
Dein neuer Partner überrascht dich mit einem Wochenendtrip nach Barcelona. Wie reagierst du?
- Unsere erste Reise – aufregend! 1 Punkt
- Gemeinsam verreisen? Seit dem vierwöchigen Dauerstreiturlaub mit der/dem Ex verreise ich nur noch mit meinen Freunden. 7 Punkte
- Spanien, schwierig. In meinem Erasmusjahr dort war ich unglücklich verliebt, das hängt mir noch nach. 5 Punkte
- Barcelona ist super, da ich war schon mal mit dem Ex-Partner … wie hieß der/die gleich wieder? 3 Punkte

Wie erzählst du deinem Partner von deinen letzten Beziehungen?
- Welche letzten Beziehungen? 1 Punkt
- Welche letzten Beziehungen? Ach so … die Sache … 3 Punkte
- Ich fertige ausführliche Persönlichkeitsprofile an und erläutere, wie jede einzelne Beziehung mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. 5 Punkte
- Ich zeige ihm die Fahndungsfotos und Zeitungsausschnitte ihrer Verhaftungen. 7 Punkte
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Veröffentlicht in Neon | Verschlagwortet mit : Analytiker, Beziehung, Beziehungen, Beziehungsruine, Freund, Freundin, Gewissen, Kerzenlicht, Liebe, Lied, Neon, Partnerschaft, Psychotest, Test, Verdränger, verkorkst, Wohnung | 2 Kommentare »
Verfasst von christophkoch am 5. Juli 2006
Katharina Schüttler (26) und Constantin von Jascheroff (20) gelten als zwei der besten jungen Schauspieler des Landes. Während Katharina neben Filmrollen („Die innere Sicherheit”, „Das weiße Rauschen”) vor allem Theater spielt und zum Beispiel als „Hedda Gabler” zum Theatertreffen eingeladen wurde, ist Constantin nebenher als Synchronsprecher und Musiker erfolgreich. Mit „Wahrheit oder Pflicht (Katharina) und „Falscher Bekenner” (Constantin) sind derzeit beide im Kino zu sehen. Das gemeinsame Thema der Filme: Elterliche Erwartungen, Leistungsdruck und Versagensängste.
Ihr seid beide gerade im Kino zu sehen: beide in der Rolle von Kindern, die die Erwartungen ihrer Eltern, was Schule und Ausbildung betrifft, nicht erfüllen können – und darunter leiden. Glaubt ihr, das sind nur Einzelfälle, die sich Drehbuchschreiber ausdenken?
Constantin: Die meisten Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, das kann man voraussetzen. Aber viele machen dann trotzdem einiges falsch – und setzen ihre Kinder unter Druck. Jeder geht anders mit diesem Druck um. Armin, meine Rolle in „Falscher Bekenner”, lässt das einfach über sich ergehen. Er ist zu faul und zu müde, um mit seinen Eltern zu reden.
Stattdessen geht er zu sinnlosen Vorstellungsgesprächen und flüchtet sich in eine Traumwelt.
Constantin: Ich glaube, das kommt tatsächlich häufig vor bei Leuten, die mit der Schule fertig werden und sich nie Gedanken gemacht haben, was sie nachher eigentlich machen wollen. Die geraten dann in so eine Leere.
Ihr habt beide schon früh mit der Schauspielerei angefangen – gab es diese Phase der Unentschlossenheit also nie?
Katharina: Nein, ich bin früh in die Schauspielerei hineingewachsen. Es gab auch nie dieses Sicherheitsdenken, erst etwas Solides als Grundlage zu machen und sich dann in der Kunst zu versuchen.
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Veröffentlicht in Süddeutsche | Verschlagwortet mit : Constantin von Jascheroff, Eltern, Film, Interview, Jungschauspieler, Katharina Schüttler, Kino, Leistungsdruck, Liebe, Süddeutsche, Schauspieler, Synchronsprecher, Theater, Versagensängste, Vorstellungsgespräch | Kommentar schreiben »
Verfasst von christophkoch am 28. April 2006
Man könnte es jeden Tag tun und gerade deshalb macht man es nie: ausführlich mit den eigenen Großeltern reden. Sich von Oma erzählen lassen, ob sie vor Opa in einen anderen verliebt war. Oder Opa fragen, ob er Angst hatte, damals im Krieg. Hier sprechen Grete und Ernst Koch (90 und 92 Jahre alt) über ihr Leben – über eine Liebe, die seit 66 Jahren hält, über zerbröselten Kuchen und getrennte Schwimmbäder.
Schön, dass ich euch ein paar Fragen stellen darf.
Beide: Ja, aber hoffentlich interessiert es auch wen.
Ihr seid 66 Jahre verheiratet. Wie schafft man es, solange verliebt zu bleiben?
Grete: Einen guten Willen muss man haben, beinander zu bleiben.
Ernst: Ja, das stimmt.
Grete: Wir mussten auch oft heftig streiten. Aber wir waren immer gewillt, uns zu versöhnen. Wir wären nie schlafen gegangen, ohne uns zu vertragen.
Streit ist also kein Zeichen, dass man nicht zusammenpasst?
Grete: Nein, gar nicht. Ich glaube, die jungen Leute werfen zu schnell die Flinte ins Korn. Vor allem die Frauen hauen so schnell ab, früher waren es eher die Männer, die ihre Freiheit suchten.
Ernst: Ich glaube auch: Ihr kämpft heute weniger um die Liebe.

Grete und Ernst Koch auf der Interview-Couch
Man hat immer das Gefühl, da kann ja auch noch was anderes kommen. Worüber habt ihr früher gestritten?
Grete: Über die Erziehung der Kinder. Dein Opa war immer etwas strenger.
Aber er war doch immer unterwegs – also lag die Erziehung doch automatisch in deinen Händen als Hausfrau.
Grete: Ja, aber der Mann war die Paschafigur. Das Oberhaupt der Familie, der hat entschieden. Die Frauen wurden ja erst 1954 gleichgestellt. Vorher galt ausschließlich das Wort des Mannes. Wo man wohnt, auf welche Schulen die Kinder gehen, alles entschied der Mann.
Das wäre heute unvorstellbar. Keine Frau würde das mitmachen.
Ernst: Das kam natürlich auch daher, dass meist nur die Männer berufstätig waren. Aber deine Großmutter und ich stimmten uns trotzdem immer ab. Als mir zum Beispiel die erste Stelle in München angeboten wurde, sagte ich dem Geschäftsführer: „Tut mir leid, das kann ich erst entscheiden, wenn ich mit meiner Frau gesprochen habe.“
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Veröffentlicht in Süddeutsche | Verschlagwortet mit : Angst, Beruf, Ehe, Engagement, Enkel, Erziehung, Familie, Freiheit, Gleichberechtigung, Großeltern, Hausfrau, Heiraten, Interview, Jugend, Jugendliche, Krieg, Kriegsende, Liebe, Oma, Opa, Ruf, Süddeutsche, Selbstverwirklichung, Sex, Soldat, Stoiber, Streit | Kommentar schreiben »
Verfasst von christophkoch am 26. April 2005
Die große Liebe ist nicht in Sicht? Keine Lust auf die Jagd nach One-Night-Stands? Aber trotzdem Interesse an regelmäßigem Sex? Wir hätten da einen Vorschlag – ein Loblied auf die Affäre.
Liebe Kundin, lieber Kunde!
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich für eine Affäre entschieden. Ganz egal, ob Sie in jüngster Zeit von der großen Liebe enttäuscht wurden, nur für einen begrenzten Zeitraum in eine neue Stadt gezogen sind oder sich aus anderen Gründen nicht zu fest binden wollen – wir sind überzeugt, dass Sie sich als Affärenbenutzer bald so wohl fühlen, dass Sie sich nie wieder etwas anderes wünschen werden. Unsere neue, verbesserte Affäre ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit in unseren Labors und Testwerkstätten und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Im Gegensatz zu den früheren Modellen ‘Beziehung’ (unflexibel, wartungsintensiv, kostspielig) oder ‘One-Night-Stand’ (aufwendig, unberechenbar, voller Gesundheitsrisiken) bietet die Affäre alle Vorteile, die Sie als aufgeschlossener Mensch von einem modernen Lebensentwurf erwarten können.
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Veröffentlicht in Neon | Verschlagwortet mit : Affäre, Beziehung, Ehe, Familie, Frühstück, Freundschaft, Handy, Kondome, Kunde, Liebe, One Night Stands, Sex, Treffen | 2 Kommentare »