Christoph Koch

Wollt grad sagen.

Mit ‘Mode’ verschlagwortete Einträge

Meine Stadt: Rotterdam

Verfasst von christophkoch am 28. September 2008

Mindestens so aufregend wie Amsterdam: Europas wichtigste Hafenstadt bietet moderne Architektur und eine junge Kulturlandschaft.

„Wenn ich Nichtholländern erzähle, dass ich vor drei Jahren von Amsterdam nach Rotterdam gezogen bin, schauen sie mich mitleidig an. Amsterdam kennen und lieben alle: Grachten und Altstadtromantik. Bei meiner Stadt denken sie an Hafen, Industrie und Betonwüste.

Rotterdam kann beides.

Alte Segelschiffe und moderne Architektur: Rotterdam kann beides.

Dabei ist Rotterdam viel spannender als unsere von kiffenden Touristen überlaufene Hauptstadt. Die Architektur hier ist mutig und modern – das kann man gut an der Erasmusbrücke (1), den gekippten Kubushäusern (2) oder dem Südufer Kop van Zuid (3) sehen, das gerade unter anderem von Rem Koolhaas komplett umgestaltet wird.

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Malcolm McLaren über das graue Sweatshirt

Verfasst von christophkoch am 24. März 2007

Ich mag graue Sweatshirts sehr gern, in meinem Kleiderschrank liegen immerhin vier Stück. Mir gefällt ihre Einfachheit – jeder kann sie tragen. Die meisten Menschen sehnen sich heute nach einer gewissen Anonymität, aber auch nach Dingen, die leicht zu verstehen sind. Wir alle haben in den letzten Jahren eine Überdosis bekommen – eine Überdosis Mode. Es gab niemals so viele Werbeanzeigen, niemals so viele Fernsehprogramme über Mode. Trotzdem gelingt es nur noch schwer, die Aufmerksamkeit der Leute zu erreichen. Mode spielt eine immer geringere Rolle in unserem Leben. Sie ist nicht mehr auf der Titelseite. Sie treibt unsere Kultur nicht in dem Maße an, wie sie es einmal wollte.

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Gute Lage, Laufkundschaft: Die Trend-Läden der letzten 18 Jahre

Verfasst von christophkoch am 28. März 2006

Das staatliche Monopol auf Sportwetten ist vom Bundesverfassungsgericht immer noch nicht nicht beendet worden. Trotzdem macht überall, wo ein Geschäft pleite macht, ein Wettbüro auf. Was war in diesen Geschäften eigentlich vorher drin? Wir haben nachgesehen.

1988: Sonnenstudios
Was brauchte man als Grundlage für all die weißen Schulterpolstersakkos, zitronengelben Bündchen-Shirts, Tennissocken und cremefarbenen Cabrios? Braune Haut! Nach den Strähnchen bei Jean Jacques ging’s mit Walkman ins „Sun-Fit“ und danach in die Disco – so sah in den arglosen 80ern eben „savoir vivre“ aus.

1989: Videotheken
Gerne in Gewerbegebieten von Kleinstädten angesiedelt – gegründet von Familienvätern, die ein wenig Geld gespart hatten. Mitgliedskarten waren noch nicht zum Scannen, sondern trugen oft nur eine vierstellige Kundennummer, mit der alles gebucht wurde.

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Ökomode: Jutes Gewissen

Verfasst von christophkoch am 19. August 2005

Wer beim Stichwort Ökomode an Batikhemden und Latzhosen denkt, liegt falsch. Kleider aus Biowolle sind endlich schick. Wurde ja auch Zeit!

Shoppen und die Welt verbessern ­ und das am Samstagvormittag. Wie praktisch! Bislang basierte ethisches Handeln vor allem auf einer Tugend: Verzicht. Die neue »grüne Mode« hingegen gibt einem die Möglichkeit, vom Stadtbummel mit vollen Einkaufstüten und einem guten Gewissen nach Hause zu kommen. Was bei Nahrungsmitteln und Kosmetik für viele schon lang selbstverständlich ist, nämlich auf Produktherkunft und Herstellungsbedingungen zu achten, ist nun auch in der Modeindustrie angekommen. Das Erstaunliche: Endlich sieht ökologisch hergestellte Mode gut aus ­ die Zeit der Batikshirts und unförmigen Leinenkleider ist vorbei.

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Der Designer Rogan Gregory von der Jeansfirma Loomstate zum Beispiel verarbeitet organisch angebaute Baumwolle und achtet darauf, dass ihre Färbe- und Bleichmittel biologisch gut abbaubar sind. Auch die walisische Modefirma Howies benutzt ausschließlich Stoffe, die ohne Pestizide und andere chemische Zusatzstoffe hergestellt wurden. Der T-Shirt-Hersteller American Apparel aus Los Angeles wurde mit dem Slogan »Sweatshop free« bekannt, der auf die hohe Bezahlung der Näher und die ungewöhnlich guten Arbeitsbedingungen hinwies. Auch American Apparel verwendet Biobaumwolle ­ zumindest in einer Produktlinie. Das riesige Werk in Los Angeles stellt darüber hinaus Schweißbänder und andere kleine Accessoires aus Stoffresten der normalen Produktion her und vermeidet dadurch mehr als 500 Tonnen Abfall im Jahr.

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Wie wird man eigentlich … Sternekoch, Vincent Klink?

Verfasst von christophkoch am 27. Juni 2005

Vincent Klink brachte die „Nouvelle Cuisine“ nach Deutschland. Inzwischen hat sich der Meisterkoch mit seinem Stuttgarter Restaurant „Wielandshöhe“ aber nicht nur einen hervorragenden Ruf und einen Michelinstern erarbeitet, sondern auch eine klassische Küche mit schwäbischen und mediterranen Einflüssen.

Mein Elternhaus hat auf zweierlei Weise eine wichtige Rolle für meinen heutigen Beruf gespielt: Zum einen wurde bei uns Zuhause viel und begeistert gekocht – und eben nicht nur von meiner Mutter, sondern auch von meinem Vater. Der war zum anderen Tierarzt und deshalb häufig bei den Bauern in der Umgebung. Ich bin da als Kind oft mitgefahren und so schon früh mit Tieren in Berührung gekommen, aber eben auch mit Dingen wie Hausschlachtungen und der ursprünglichen Zubereitung von Lebensmitteln.

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Als Jugendlicher wäre ich gerne Graphiker geworden oder Maler. Aber das hat mein Vater regelrecht verboten – und ich gehöre ja noch zu einer Generation, wo man folgt, wenn die Eltern etwas sagen. Er sprach immer von „brotloser Kunst“ – und vermutlich hatte er insofern Recht, als daß es wirklich kaum arbeitslose Köche gibt. Irgend jemand hat immer Hunger. Den Rest des Beitrags lesen »

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American Apparel: Der neue Kapitalismus

Verfasst von christophkoch am 27. Februar 2005

Dov Charney, der Gründer der Modefirma American Apparel, erklärt, warum er seine Mitarbeiter gut behandelt – und trotzdem kein Engel ist

Wer heute Mode produziert, muss sie in Fernost fertigen lassen. Muss die billigste Baumwolle verwenden und seine Arbeiter ausbeuten. Oder etwa doch nicht? Eine T-Shirt-Firma aus Los Angeles geht einen anderen Weg.

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Auf den ersten Blick ist es ein ganz normales T-Shirt. Ein etwas langweiliges sogar. Es hat keinen Aufdruck, nicht einmal unterschiedliche Farben. Nur ein winziges Schildchen hinten im Kragen verrät, warum es dennoch ein besonderes T-Shirt ist. „Sweatshop free“ steht da und dass das T-Shirt statt in einer menschenunwürdigen Schwitzbude in Fernost mitten in Los Angeles gefertigt wurde. Die Firma, die dieses T-Shirt herstellt, heißt American Apparel und hat gerade Läden in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin eröffnet. Alle drei bieten die Kollektion der US-Firma an, die vorwiegend aus Baumwollshirts, Unterwäsche und Trainingskleidung besteht. Schlichte, farbenfrohe Kleidung, die nicht nur sauber aussieht, sondern auch sauber produziert wurde.

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