Christoph Koch

Wollt grad sagen.

Mit ‘MySpace’ verschlagwortete Einträge

Zwei neue Folgen der „Modernen Etikette“

Verfasst von christophkoch am 2. Oktober 2008

Gleich zwei neue Folgen meiner Kolumne zum Thema „Moderne Etikette“ gibt es auf stern.de zu lesen. Die eine Folge beschäftigt sich mit dem Thema, wie man in der Anfangsphase einer Beziehung mit all den Online-Communitys umgeht, in deren Profilen man sich auf einen Beziehungsstatus festlegen muss. Singler? Vergeben? Verliebt, verlobt, verheiratet?

„Es gab Zeiten, da mussten wir uns nur im echten Leben um unseren Beziehungsstatus sorgen. Als sei das nicht schon schwer genug, nötigt einen das Internet inzwischen, öffentlich zu erklären, wie verliebt, verlobt oder verheiratet man gerade ist. Wer nicht mehr ganz „Single“, aber auch noch nicht so richtig „vergeben“ ist, hat es da oft schwer.“

In der anderen Folge geht es um Grüße aus der Ferne. Beziehungsweise um die Debatte, ob eine kurze Urlaubs-SMS „Viele Grüße aus Illinois. Hier ist es super, denke an Euch! Piffpaff, Euer Justus“ nun eine Frechheit ist oder eine nette Geste. Ob man handschriftliche Kartengrüße und umständliches Briefmarkenbesorgen als Zuhausegebliebener erwarten kann – oder ob man damit nicht jedem Reisenden seinen wohlverdienten Urlaub vergällt.

„Schreibst du mir eine Karte?“, ist das erste, was jeder zu hören bekommt, der sich in die Ferien verabschiedet. Ganz gleich, ob er nach Buxtehude oder nach Bali verreist. Dabei sind Postkarten der Todesstoß für jeden Urlaub.“

Veröffentlicht in stern.de | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar schreiben »

Noch eine neue stern.de-Kolumne: Moderne Manieren

Verfasst von christophkoch am 3. September 2008

Neben den Hoteltests gibt es seit dieser Woche auf stern.de noch eine weitere Kolumne: „Knigge 2.0″, eine Anleitung für besseres Benehmen in unseren modernen Zeiten. Zwischen Internet-Liebe, Kondolenz-SMS und Gesäßtätowierungen vergisst man leicht, dass das Zusammenleben ja nur dann erträglich wird, wenn sich alle ein bisschen zusammenreißen. Und weniger rumnerven. „Aber das ist doch selbstverständlich, dass ich in der U-Bahn nicht meinen Rucksack auf dem Rücken behalte und mich damit ständig so hin und herdrehe, dass andere Leute Nasenstüber und Kinnhaken bekommen“. Nun ja, für manche ist das weniger selbstverständlich – und bei vielen Fragen herrscht komplette Verwirrung: Sind SMS aus dem Urlaub an die Daheimgebliebenen eine Frechheit? Was mache ich mit meinen Online-Profil einer Internet-Community, wenn ich frisch verliebt bin? Und so weiter und so fort. Alles nicht so wahnsinnig ernst gemeint – und auf keinen Fall ein ein biederer Business-Knigge für Leute, die immer alles richtig machen wollen.

In der ersten Folge geht es passenderweise darum, wie man in der neuen Firma Einstand feiert oder sich aus der alten verabschiedet. Lesen kann man sie hier.

Veröffentlicht in stern.de | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar schreiben »

Interview mit Facebook-Manager Javier Olivan: »Niemand kann 200 Freunde haben«

Verfasst von christophkoch am 27. August 2008

Jeder kennt Zombiefreunde: Leute, mit denen man eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte, die einen aber durch soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace oder Xing nach Jahren wiederfinden und einem die längst verjährte Freundschaft nachtragen wie ein Hund einen besabberten Tennisball. Ein Interview mit einem der Schuldigen, die uns das alles eingebrockt haben.

Viele Menschen beschweren sich, dass sie durch Facebook von Leuten gefunden werden, mit denen sie nichts mehr zu tun haben wollten. Entschuldigt ihr euch bei denen?

Komm, so schlimm ist es doch auch nicht. Man muss ja Freundschaftsangebote nicht annehmen.

Aber dann gilt man als Snob und muss beim nächsten Klassentreffen in der Ecke sitzen.

Da gibt es einen Trick: Du kannst das Freundschaftsangebot annehmen und jene in deiner Freundesliste, die dir nicht wichtig sind, in einen Eimer schmeißen.

Einen Eimer?

Ja, ein Gefäß, das du etwa »Alte Freunde« nennst. Für jeden Eimer stellst du ein, ob sie deine Bilder sehen dürfen und die Updates in deinem Profil. Dann sehen Leute, mit denen du nichts zu tun haben willst, wenig von dem, was du auf Facebook treibst, deine echten Freunde alles. Das ist doch sehr effizient.

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Neon | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , | 1 Kommentar »

Zoot Woman: jetzt endlich mit Frau

Verfasst von christophkoch am 19. März 2008

Für Konzerte durfte sie schon immer mal mit auf die Bühne klettern, doch mit dem dritten Album (Arbeitstitel: „Things Are What They Used To Be“) ist Beatrice Hatherley zum vollwertigen Bandmitglied aufgestiegen. Damit niemand den Überblick verliert, ein kurzes „Wer ist wer bei Zoot Woman?“

Stuart Price
Der klassisch geschulte Pianist erfand Zoot Woman bereits 1995, hatte danach mit seinem Soloprojekt „Les Rhytmes Digitales“ jedoch so großen Erfolg, dass es bis 2001 dauerte, bis das erste Zoot-Woman-Album erschien. Auch danach wurde es ihm nicht leichter gemacht, sich auf die Band zu konzentrieren: Madonna verpflichtete ihn als Leiter ihrer „Drowned World“-Tour und später für ihr Album „Confessions On A Dancefloor“. In einem Interview erinnert sich Price an die Manieren der Pop-Diva: „Sie ist ein perfekter Gast, nur einmal hat sie Kaffee auf meinen weißen Teppich verschüttet. Aber ich war erstaunt, wie gut sie das – nur mit einem Küchenhandtuch – wieder sauber bekommen hat. Ihre Technik war: nie rubbeln, nur ganz vorsichtig tupfen.“

zoot2

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in zitty | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , , , , | Kommentar schreiben »

Die neue urbane Etikette

Verfasst von christophkoch am 19. Juni 2007

Wie wir in der modernen Großstadtwelt besser miteinander klarkommen

jeans_etikette

Unter welchen Umständen ist es im Nachtleben in Ordnung als Frau ein Männerklo zu besuchen – und ist es umgekehrt ebenso denkbar?

Guter Stil ist es auch bei Damen nicht, sich auf das weniger frequentierte Herrenklo zu schleichen. Bei Schlangen, die sich mehrmals um den Dancefloor winden, ist es jedoch möglich, dass dies manchen Damen egal wird. Absolut ausgeschlossen ist es, als Mann die Damentoilette aufzusuchen, nur weil dort gerade kein Betrieb ist und sich bei den Herren ein Koksrückstau vor den Kabinen gebildet hat. Im Falle eines kompletten Zusammenbuchs des männlichen Toilettentrakts obliegt es dem Clubbetreiber oder seiner Toilettendame (siehe zitty-Ausgabe 12), die Geschlechtertrennung offiziell aufzuheben.

Wann und wo darf ich mein Handy benutzen?

Grundsätzlich gilt: Telefonate eines Fremden mithören zu müssen, ist immer eine anstrengende Zumutung, da einem das „Weghören” schwerer fällt, als bei einer Unterhaltung zweier real anwesenden Personen. Warum? Unbewusst versucht unser Gehirn ständig, die fehlende Hälfte des Gesprächs zu ergänzen – und kann deshalb das ins Handy gebrüllte Fragmente wie „Aber wieso? … Ach so, verstehe! … Auf gar keinen Fall!” nicht so einfach ausblenden. Die Faustregel ist also: Wo immer Menschen Ihrer Telefonkonversation schutzlos ausgeliefert sind, ist es ein Akt der Höflichkeit, darauf zu verzichten, oder den Raum zu verlassen. Zuhause oder auf der offenen Straße können Sie so viel telefonieren, wie Sie wollen. Tabu sind Handygespräche jedoch in Restaurants, U- und S-Bahn, Aufzügen, Besprechungen, Fitnessstudios und Kinos (auch während der Werbung) sowie an der Supermarktkasse. Wer auf der Toilette telefoniert – ganz egal, ob auf der eigenen oder einer öffentlichen – ist für Gedanken über Etikette vermutlich sowieso nicht allzu empfänglich.

Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in zitty | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar schreiben »