Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Interview mit Facebook-Manager Javier Olivan: »Niemand kann 200 Freunde haben«

Verfasst von christophkoch am 27. August 2008

Jeder kennt Zombiefreunde: Leute, mit denen man eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte, die einen aber durch soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace oder Xing nach Jahren wiederfinden und einem die längst verjährte Freundschaft nachtragen wie ein Hund einen besabberten Tennisball. Ein Interview mit einem der Schuldigen, die uns das alles eingebrockt haben.

Viele Menschen beschweren sich, dass sie durch Facebook von Leuten gefunden werden, mit denen sie nichts mehr zu tun haben wollten. Entschuldigt ihr euch bei denen?

Komm, so schlimm ist es doch auch nicht. Man muss ja Freundschaftsangebote nicht annehmen.

Aber dann gilt man als Snob und muss beim nächsten Klassentreffen in der Ecke sitzen.

Da gibt es einen Trick: Du kannst das Freundschaftsangebot annehmen und jene in deiner Freundesliste, die dir nicht wichtig sind, in einen Eimer schmeißen.

Einen Eimer?

Ja, ein Gefäß, das du etwa »Alte Freunde« nennst. Für jeden Eimer stellst du ein, ob sie deine Bilder sehen dürfen und die Updates in deinem Profil. Dann sehen Leute, mit denen du nichts zu tun haben willst, wenig von dem, was du auf Facebook treibst, deine echten Freunde alles. Das ist doch sehr effizient.

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Strippenzieher: Wie gut bist du vernetzt?

Verfasst von christophkoch am 9. Juni 2008

Vitamin B hat für dich vor allem mit Obst zu tun? Oder sammelst du Visitenkarten wie andere Leute Briefmarken? Ob du das Zeug zum Sozialkapitalisten hast, erfährst du in der TYPOLOGIE der Netzwerker.

Der Naive

Immer alle mit ihren Netzwerken! Du hast doch Freunde: den Sebi und die Tine. Von früher. Deren Nummern weißt du auswendig, mit denen verstehst du dich, die reichen dir. Manchmal wunderst du dich nur, warum das Leben bei anderen ein wenig glatter zu laufen scheint. Warum der Kollege zu dem Kongress nach Barcelona fliegen darf, obwohl du geeigneter wärst. Warum alle anderen immer schnell eine neue Wohnung finden, während du dich wochenlang durch die Kleinanzeigen der Tageszeitung quälst – nur um festzustellen, dass jemand, der den Makler kannte, dir die Wohnung weggeschnappt hat. Warum du als Einziger immer den vollen Preis zahlen musst. Hat das was mit dem Internet zu tun? Du nimmst dir vor, den Sebi zu fragen, wenn ihr euch das nächste Mal seht.

Dein typischer Satz: »Ich schau mal im Telefonbuch nach, wo man da am besten anruft.«

Deine Internetcommunity: bislang keine. Nach zwei Tagen AGB-Lektüre warst du bislang immer der Meinung, dass man nur an deine Daten will.

Vorschlag für die Zukunft: Auch Menschen, die man nicht aus dem Sandkasten kennt, können einem oft unkompliziert weiterhelfen – ohne dass sie sich gleich ausgenutzt fühlen.

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Aus Restevögeln wird Resteficken – sonst ändert sich nix.

Verfasst von christophkoch am 22. Mai 2008

Gibt es eine größere Demütigung, als von bild.de beklaut zu werden?

Wie dreist und schamlos bild.de-Autorin Meike Meyruhn das „A Bis Z – One Night Stands“ abgeschrieben hat, das ich zusammen mit Petra Harms für die letzte NEON-Ausgabe verfasst habe, hätte ich ohne den Hinweis von bildblog.de gar nicht bemerkt. Da steht im Grunde alles schön zusammengefasst, viel mehr gibt es nicht zu sagen. Außer natürlich: How low can you go?

Bildblog schreibt:

Verblüffende Parallelen finden sich übrigens auch bei den Punkten Anfängerfehler, Casual Sex, Danke, Ekstase, Genitalschock, Hoffnung, Jammern, Kondome, Telefonnummer, Xfach abgeblitzt und natürlich bei „Zu mir oder zu dir?“. Ein wenig kreativ sind die Bild.de-Redakteure wenigstens bei dem „Neon“-Stichwort „Restevögeln“. Sie ändern es in „Resteficken“.

(Hinweis in eigener Sache: Der NEON-Artikel ist bereits Ende April erschienen. Dass er hier im Blog erst am 20. Mai auftaucht, liegt daran, dass ich die NEON-Texte immer erst poste, wenn die entsprechende Ausgabe nicht mehr an Kiosk liegt. Die hübschen Ausrisse auf dieser Seite hat übrigens das bildblog angefertigt.)

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A bis Z: Der One-Night-Stand

Verfasst von christophkoch am 20. Mai 2008

Unkomplizierter SEX ist eine Wissenschaft für sich. Ein Überblick von A wie Anfängerfehler bis Z wie »Zu dir oder zu mir?«

Anfängerfehler

Neulinge in Sachen One-Night-Stand, ob männlich, ob weiblich, erkennt man daran, dass sie zu oft betonen, dass es sich um etwas »völlig Unverbindliches« handele. Erfahrene erwähnen dies lediglich einmal – sollte es im Club zu laut sein, vielleicht auch zweimal. Wer es öfter betont, zeigt nur, dass es für ihn eben doch nicht alles so »obereasy« ist. Der zweithäufigste Anfängerfehler: am übernächsten Tag anrufen und fragen, ob der andere mit in den Zoo will.

Bannmeile

Vollkommen ungeeignet für Spaßsex, der keine Folgen haben soll:

  • die eigenen Nachbarn
  • Expartner von Freunden
  • eigene Expartner
  • Teilnehmer von Castingshows
  • Männer, die sagen, sie seien Versager
  • Frauen, die bald einen runden Geburtstag feiern


Casual Sex

Ist mehr als ein One-Night-Stand und weniger als eine Affäre: Wer regelmäßig Sex ohne Verpflichtung haben will, der wähle diese Variante. Ein durchschnittlicher Dreißigjähriger hat drei bis vier feste Partnerschaften und drei Jahre Singledasein hinter sich – das behaupten zumindest Sexualforscher. Für die Zwischenphasen ist Casual Sex eine Option. Fündig wird man bequem in Onlineportalen (>www).

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Test: Wie verkorkst bist du?

Verfasst von christophkoch am 22. April 2008

Wie verkorkst bist du in Liebesdingen? Hast du Reiseziele, die seit der letzten Freundin verbrannte Erde sind? Gibt es Lieder, die dich an deinen Psycho-Exfreund erinnern? Dieser Test verrät, wie BEZIEHUNGSGESCHÄDIGT du bist.

Dein neuer Partner überrascht dich mit einem Wochenendtrip nach Barcelona. Wie reagierst du?

  • Unsere erste Reise – aufregend! 1 Punkt
  • Gemeinsam verreisen? Seit dem vierwöchigen Dauerstreiturlaub mit der/dem Ex verreise ich nur noch mit meinen Freunden. 7 Punkte
  • Spanien, schwierig. In meinem Erasmusjahr dort war ich unglücklich verliebt, das hängt mir noch nach. 5 Punkte
  • Barcelona ist super, da ich war schon mal mit dem Ex-Partner … wie hieß der/die gleich wieder? 3 Punkte


Wie erzählst du deinem Partner von deinen letzten Beziehungen?

  • Welche letzten Beziehungen? 1 Punkt
  • Welche letzten Beziehungen? Ach so … die Sache … 3 Punkte
  • Ich fertige ausführliche Persönlichkeitsprofile an und erläutere, wie jede einzelne Beziehung mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. 5 Punkte
  • Ich zeige ihm die Fahndungsfotos und Zeitungsausschnitte ihrer Verhaftungen. 7 Punkte

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Mein lieber Freund!

Verfasst von christophkoch am 21. Februar 2008

Die FERNFREUNDSCHAFT ist komplizierter als die Fernbeziehung: Man heult seltener am Telefon und verdächtigt den anderen nicht ständig der Untreue. Doch dafür lebt man sich Schritt für Schritt auseinander. Unsere Autoren, selbst erfahrene Long-Distance-Freunde, raten: einfach mal über alles schreiben.

Berlin, 2. 11. 2007

Mein lieber Atze, nach drei Wochen USA-Reise mit J. bin ich nun wieder zurück in Berlin. Unausgeschlafen, aber guter Dinge. Die Reise war vermutlich die beste aller Zeiten – wie Flitterwochen, nur ohne das lästige Altargedöns vorneweg. Trotzdem habe ich eines vermisst: unsere Sonntagabendtelefonate.

Ich weiß gar nicht mehr, wann und wie sich diese schöne Regelmäßigkeit eingestellt hat, aber meine innere Uhr ist inzwischen perfekt auf das Tatort-Ende am Sonntagabend justiert. Zum Abschluss des Wochenendes, bevor es wieder in eine neue Runde auf dem Karussell geht, noch einmal kurz innehalten und besprechen, was gerade anliegt. Kleines und Großes. Schönes und Nerviges. Wichtiges und Unwichtiges. Jobsorgen und Liebesglück. Reisepläne und Saufgeschichten.

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A bis Z: Die Weltreise

Verfasst von christophkoch am 26. Januar 2008

Zu viele Papierstapel in deinem Leben? Zu viel Bürokaffee, Handyklingeln und immergleiche Gespräche? Genug von der Routine und den seit Wochen kalten Füßen? Vielleicht ist es ja Zeit für eine Weltreise. Jeder träumt davon, nur wenige tun es. Dabei hört man stets dasselbe: Gar nicht so schwer … lohnt sich immer … einfach machen …

Eine Annäherung in 26 Begriffen.

Around-The-World-Ticket

Der klassische Weg, um die Erdkugel zu umrunden. Wichtig ist, zwischen den flexiblen Tickets zu unterscheiden, die zum Beispiel die Fluglinien-Bündnisse Star Alliance, Skyteam oder OneWorld anbieten, und den fertig geschnürten Paketen von Einzeltickets, wie sie manche Reisebüros zusammenstellen. Letztere sind zwar oft billiger, dafür zeitlich unflexibel und deshalb absolut nicht zu empfehlen. Bei den „echten“ Weltreisetickets muss zwar die Route vorher festgelegt werden, Strecke und Termine sind jedoch umbuchbar. Je nach Gesamtstrecke kosten solche Tickets 1700 bis 3000 Euro, die Grundregeln sind meist ähnlich: Man darf maximal ein Jahr unterwegs sein (à Dauer), muss sowohl Atlantik als auch Pazifik überqueren, darf nicht die Richtung ändern und muss am Ende wieder im Ausgangsland ankommen.

welreise1

Begleitung

Eine der ersten Fragen, die man bei der Planung einer Weltreise klären muss. Damit es nicht zu einfach wird, hat alles seine Vor- und Nachteile: Alleinreisende sind freier, kommen leichter mit Einheimischen in Kontakt, kommen schneller mit Verbrechern in Kontakt und müssen in Herbergen, Taxis etc. unterm Strich mehr bezahlen. Leute, die in der Gruppe unterwegs sind, können sich vielleicht in der zweiten Woche nicht mehr ausstehen, können sich dafür gegenseitig in Durchfallnotfällen Salzstangen kaufen (à Krankheiten) und haben immer jemanden, der auf die Rucksäcke aufpasst, wenn der andere gerade eine Mütze anprobiert, für die er sich Zuhause garantiert schämen wird.

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