Christoph Koch

Wollt grad sagen.

Mit ‘Pop’ verschlagwortete Einträge

Adventszeit – Listenzeit: Die besten Alben 2008

Verfasst von christophkoch am 11. Dezember 2008

Wie immer, wenn sich das Jahr dem Ende neigt, hält man inne, besinnt sich … und streitet rum, welcher Film, welche Band oder welches Tanztheater-Aufführung mit mindestens zwei Unterstrichen im Titel nun die beste war.

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Die 13 besten Alben des Jahres 2008:

  1. The National – A Skin, a Night / The Virginia EP
  2. Dresden Dolls – No, Virginia…
  3. Vampire Weekend – Vampire Weekend

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Zum 50. Geburtstag: Madonna von A bis Z

Verfasst von christophkoch am 14. August 2008

Am 16. August feiert sie ihren 50. Geburtstag. Happy Birthday, Madonna Louise Veronica Ciccone!

AUTORIN

Neben ihrer Arbeit als Sängerin und Schauspielerin hat Madonna fünf Kinderbücher geschrieben. „Die Englischen Rosen“, „Die Abenteuer von Abdi“, „Billie Bargeld“, „Jakov und die sieben Räuber“ und „Mister Peabodys Äpfel“ behandeln Themen wie Maßlosigkeit, Hilfsbereitschaft, Vergebung oder Bescheidenheit.

BREAKFAST CLUB

Im New York der späten 70er Jahre gegründete Pop-Band, in der Madonna Anfang der 80er eine Weile Schlagzeug spielte und gelegentlich sang – wenn ihr damaliger Freund und Gitarrist der Band Dan Gilroy ihr das Mikro überließ. Nach einiger Zeit verließ Madonna Mann und Band und schloß sich kurz der Band „Emmy“ an, bevor sie 1983 ihr erstes Solo-Album veröffentlichte.

Das aktuelle Madonna-Album

Hard Candy: Das aktuelle Madonna-Album

CICCONE

Offiziell heißt die Sängerin Madonna Louise Veronica Ciccone und wuchs in der Nähe von Detroit, Michigan, auf. Ihr Vater, der italienischstämmige Silvio „Tony“ P. Ciccone arbeitete dort für Chrysler/General Motors, ihre Mutter – die Frankokanadierin Madonna Louise – starb 1963 im Alter von 30 Jahren an Brustkrebs. Madonna, das dritte von insgesamt sechs Ciccone-Kindern, war damals erst fünf Jahre alt. Ihre Geschwister haben mit Martin, Anthony, Christopher, Paula und Melanie vergleichsweise normale Vornamen abbekommen.

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Zoot Woman: jetzt endlich mit Frau

Verfasst von christophkoch am 19. März 2008

Für Konzerte durfte sie schon immer mal mit auf die Bühne klettern, doch mit dem dritten Album (Arbeitstitel: „Things Are What They Used To Be“) ist Beatrice Hatherley zum vollwertigen Bandmitglied aufgestiegen. Damit niemand den Überblick verliert, ein kurzes „Wer ist wer bei Zoot Woman?“

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Der klassisch geschulte Pianist erfand Zoot Woman bereits 1995, hatte danach mit seinem Soloprojekt „Les Rhytmes Digitales“ jedoch so großen Erfolg, dass es bis 2001 dauerte, bis das erste Zoot-Woman-Album erschien. Auch danach wurde es ihm nicht leichter gemacht, sich auf die Band zu konzentrieren: Madonna verpflichtete ihn als Leiter ihrer „Drowned World“-Tour und später für ihr Album „Confessions On A Dancefloor“. In einem Interview erinnert sich Price an die Manieren der Pop-Diva: „Sie ist ein perfekter Gast, nur einmal hat sie Kaffee auf meinen weißen Teppich verschüttet. Aber ich war erstaunt, wie gut sie das – nur mit einem Küchenhandtuch – wieder sauber bekommen hat. Ihre Technik war: nie rubbeln, nur ganz vorsichtig tupfen.“

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„Was bleibt mir anderes übrig, als über Sex zu singen?“

Verfasst von christophkoch am 13. Februar 2008

Auf dem letzten Album der kanadischen Breitwand-Romantiker von den Stars hieß es noch „Your Ex-Lover Is Dead“ und auch das neue Werk spielt im Schlafzimmer: „In Our Bedroom After The War“. Zeit für ein Interview mit dem Sänger Torquil Campbell über Liebe, Sex und Zärtlichkeit.

Auch wenn Eure Texte – gemessen an beispielsweise Hiphop-Lyrics – nie wahnsinnig explizit sind: Ihr macht sehr sexuelle Musik, oder?

Ja, auf jeden Fall. Danke! Ich hoffe sehr, dass wir sexuelle Platten machen. Meine liebsten Pop-Alben handeln auf die eine oder andere Art von Sex.

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Was war noch mal so wichtig an Sex?

Er kann Dinge erschaffen und zerstören. Es kann ein Kind daraus entstehen oder er kann eine Beziehung vernichten. Es ist die eine Sache, die wir alle gemeinsam haben, die so unglaublich dramatisch und lebendig ist. Sex liefert guten Stoff für Geschichten, für menschliche Emotionen und für deshalb auch für Popsongs. Ich bin dieser weiße Typ ohne musikalisches Talent, der Soulplatten machen will (lacht) – was bleibt mir anderes übrig als über Sex zu singen?

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Spritzen-Story

Verfasst von christophkoch am 31. Januar 2008

Warum wir nicht aufhören können, über Pete Doherty zu reden – obwohl dieser womöglich nur eine Erfindung ist

Die Pete-Doherty-Uhr muss Mitte 2005 ihren Weg in die Redaktionsstuben weltweit gefunden haben. Seither müssen eigens dafür beschäftigte Praktikanten mehrmals am Tag die Zeiger der Uhr so umstellen, dass sie den gegenwärtigen Zustand des Babyshambles-Sängers korrekt wiedergeben: „inhaftiert / nicht inhaftiert“, „von Kate Moss getrennt / mit ihr zusammen“ oder „clean / beim Crackrauchen gefilmt“ – so lauten die unterschiedlichen Parameter, die sich gerne auch mehrmals täglich ändern können. Ein bisschen sieht das Ganze aus, wie die Scheibe, die in altmodischen WG-Küchen anzeigt, wer gerade Spüldienst hat. Redaktionen, die zunächst glaubten, auf eine solche Pete-Doherty-Uhr verzichten zu können, wurden alsbald dadurch bestraft, dass sie den Überblick über die Eskapaden der „Skandalnudel“ (Visions) völlig verloren und ihren Lesern stets veraltete Informationen aus den britischen Boulevardblättern abschrieben.

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Doch woher kommt es, dass wir uns alle – vom loyalen Fan Dohertys erster Band Libertines bis zum an Musik völlig Desinteressierten – fesseln lassen vom Schicksal des jungen Mannes mit den traurigen Augen? Nach Neuigkeiten aus seinem Leben zwischen Konzertbühne und Gerichtssaal gieren? Das Geheimnis von Pete Doherty ist, dass er jedem Betrachter eine eigene Projektionsfläche bietet. Der Musikfan kann darüber wehklagen, dass einer der brillantesten Songschreiber der Gegenwart sein Leben den Gulli hinunterspritzt – beziehungsweise von der bösen Presse auf ein amüsantes Drogenwrack-Spektakel reduziert wird. Freunde des Promi-Tratsches können stundenlang darüber philosophieren, was die „Skandalnudel“ (Berliner Morgenpost) und Kate Moss aneinander finden, wer mehr von den gemeinsam gemachten Schlagzeilen profitiert und wer mehr unter der letzten Trennung gelitten hat. Mode-Aficionados diskutieren erregt den Einfluss von Dohertys Stil auf die neue Kollektion von Hedi-Slimane und die Qualität der Designs, die die „Skandalnudel“ (Die Zeit) für das britische Kultlabel Gio-Goi entworfen hat. Und die aufrechten Feinde der Boulevardisierung und Celebrity-Hörigkeit der Medienlandschaft werden geeint in ihrem Hass auf diese „männliche Paris Hilton“, der sie jedes Recht absprechen, überhaupt im Rampenlicht zu stehen: „Der nervt doch nur, dieser Typ“.

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Echo-Verleihung: Der Spaßterror ist vorbei

Verfasst von christophkoch am 27. März 2007

Trotz Stilfragen und Branchenkrise – die Echo-Verleihung 2007 war besser als erwartet

Und dann weinte Ralph Siegel regelrechte Bäche, die er wieder und wieder mit grantigen Bewegungen wegwischte. „Ach, Scheiße”, konnte man von seinen Lippen ablesen, während er sich vor- und zurücklehnte, in der Hoffnung, den Großaufnahmen zu entkommen. Als Siegel schließlich die gebogenen Eisenskulptur aus den Händen seines ehemaligen Grand-Prix-Schützlings Nicole („Ein bisschen Frieden”) entgegennahm, erhob sich das Publikum im Palais des Berliner Messezentrums zum Stehapplaus – und die Veranstaltung hatte einen jener rührseligen Momente, die große Award-Shows ausmachen.

Es wäre natürlich einfach, sich über die Echo-Verleihung der Deutschen Phono-Akademie lustig zu machen, über die aufgedonnerten Stars, über die brüllende Fotografen, kreischenden Fans oder die selbstgemalten Schilder der Tokio-Hotel-Groupies, auf denen keinesfalls ernst gemeinte Versprechen stehen wie „Bill, ich will doch nur reden!”. Und über die kränkelnde Musikbranche, die trotzdem „sich selbst feiert”, als wäre eine Party ein Verbrechen.

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Grime + Indie = Grindie

Verfasst von christophkoch am 12. Mai 2006

In England wird in diesen Tagen ein neuer Trend ausgerufen: Die Kapuzenrapper der Grimeszene vermählen sich mit den blassen Jeansjungs mit umgeschnallten Indiegitarren. Heraus kommt: Grindie. Der nächste große Wurf nach Crossover und Bastard-Pop? Oder nur ein musikalisches Strohfeuer?

Flyer zur Launch-Party des Grindie-Mixtapes

Flyer zur Launch-Party des Grindie-Mixtapes

Am Anfang klingt alles noch ganz normal: Zu einer entspannt geschrummten Gitarre singen die Arctic-Monkeys „And what a scummy man, Just give him half a chance, I bet he’ll rob you if he can …“, die Welt ist in Ordnung. Doch dann plötzlich fräst sich ein Störgeräusch in den Song und eine Stimme bellt ins Mikro: „Yeah, this is what happens when the sun goes down! Brrrrrrrrrap! Shameless, smoker’s die younger“. Was danach kommt, ist kaum noch zu verstehen, mit 200 Silben pro Sekunde spittet MC Shameless eine textliche Fortsetzung der Geschichte des „Scummy Man“ ins Mikro, erst zum Refrain dürfen die Arctic Monkeys wieder ran. Der „Southern Monkey Remix“ des Hits „When The Sun Goes Down“ ist nur ein Beispiel für den jüngsten Trend aus der an Moden nicht gerade armen Stadt London: Grindie.
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