Christoph Koch

Wollt grad sagen.

  • Archiv

  • Juni 2017
    M D M D F S S
    « Jun    
     1234
    567891011
    12131415161718
    19202122232425
    2627282930  
  • Seiten

Backyard Wrestling – Der Schmerz ist immer da

Posted by christophkoch - 16. März 2009

(Anlässlich des großartigen Films „The Wrestler“ mit Mickey Rourke habe ich einen Artikel über Backyard Wrestling entstaubt, den ich vor einiger Zeit für das Musikmagazin Intro zum Film „The Backyard“ von Paul Hough geschrieben habe.)

***

The Backyard – „Schmerz ist das einzige, das immer für mich da sein wird.“

In der Einöde von Nevada graben zwei Jungen ein Loch in den trockenen Sandboden hinter ihrem Haus. Sie füllen es mit Glühbirnen und Neonröhren, die sie von einem One-Dollar-Store geholt haben und decken legen ein Brett darüber, um das Stacheldraht gewickelt ist. Ihre Mutter, die schon im Baumarkt mit dabei war, lobt die Konstruktion – dann sieht sie zu, wie beide mit Klappstühlen und stacheldrahtumwickelten Baseballkeulen aufeinander losgehen und sich gegenseitig durch das Brett, das inzwischen auch noch angezündet wurde, In die Grube schleudern.

So sieht die Eingangssequenz des Dokumentarfilms „The Backyard“ aus, gleichzeitig waren die beiden Brüder und die „Three Stages of Hell“, wie sie ihre Inszenierungen nennen, der Einstieg für Regisseur Paul Hough in die Thematik: „Als ich zum ersten Mal einen Kampf von ihnen gesehen habe, war ihre Mutter nicht dabei. Einer von ihnen musste danach mit Verbrennungen in die Notaufnahme. Als die Mutter dort auftauchte, erwartete ich riesigen Ärger. Aber sie wollte nur wissen, ob die beiden eine gute Show abgeliefert hätten. Das war für mich so unbegreiflich, dass ich beschloss, einen Film über Backyard Wrestling zu drehen.“

Mehrfach ausgezeichnet: Die Dokumentation The Backyard

Mehrfach ausgezeichnet: Die Dokumentation "The Backyard"

Der in Hollywood lebender Londoner fand schnell heraus, dass es in den USA Tausende von Backyard Federations¹ gibt, eigentlich in jeder Stadt mindestens eine. Mit leichtem Gepäck reiste er daraufhin wochenlang durch die USA und England. Filmte die verschiedenen Kämpfe und ihre Vorbereitungen mit einer leichten Handkamera: „Bei den Kämpfen war es oft nicht einfach“, sagt er auf die Frage nach den Rahmenbedingungen. „Ich musste so nah ran wie möglich, aber gleichzeitig flogen Holzlatten, Neonröhren und andere Dinge durch die Luft.“

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Intro | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

„Wir sind alle ein bisschen wie Homer Simpson“: Verhaltensforscher Richard Thaler erklärt, wie wir bessere Entscheidungen treffen

Posted by christophkoch - 3. März 2009

Warum fallen uns ENTSCHEIDUNGEN so schwer? Und warum entscheiden wir so oft falsch? Der US-amerikanische Verhaltensforscher Richard Thaler erklärt unseren Wankelmut und spendet Trost: Dass wir uns mit klaren Ansagen so schwertun, ist nicht allein unsere Schuld.

Auf dem Weg hierher habe ich einen Kaffee gekauft. Schon die kleinste Bechergröße hieß »tall«, schien mir ein guter Deal: wenig bezahlen, was Großes bekommen. In Ihrem Buch »Nudge« – was so viel heißt wie »Stupser« – beschreiben Sie, dass wir mit genau solchen Tricks zu Handlungen oder Produkten gestupst werden.

Wenn wir uns also ausnahmsweise mal für etwas entscheiden, ist es gar nicht unsere eigene Entscheidung – wir wurden »gestupst«? Oft ist das so, ja. Aber gegen solche Stupser kann man auch immun werden. Irgendwann erscheint Ihnen der Kaffee klein, auch wenn er »tall« heißt – denn Sie sehen immer mehr Menschen mit größeren Kaffeebechern herum laufen. Die kleinsten Eier, die man in USSupermärkten kaufen kann, tragen die Bezeichnung »groß«. Trotzdem würde jeder Mensch sie als »eher klein« bezeichnen. Was einmal als »Nudge« funktioniert hat, muss nicht auf ewig effektiv bleiben.

Nudge

Leider noch nicht auf deutsch erschienen: "Nudge"

Wie oft werde ich in einem gewöhnlichen Supermarkt gestupst – und vor allem: Wie?

Abgesehen von rowdyhaften Kunden? Oh, der Supermarkt ist voller »Nudges«. Ein wichtiger Faktor ist die Platzierung der Produkte. Firmen bezahlen dafür, dass ihre Waren auf Augenhöhe oder an besonders auffälligen Stellen platziert werden. Der Laden wiederum stupst uns dadurch, dass unser Weg durch den Markt genau vorgeplant ist – damit wir auf jeden Fall an Produkten vorbeikommen, die uns in Versuchung führen und hohe Gewinnspannen versprechen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Neon | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , , , , | 1 Comment »

Die besten Suchanfragen im Februar 2009

Posted by christophkoch - 1. März 2009

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, über andere Blogs – oder aber über Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Die besten Suchanfragen im Februar 2009

  • ausreden warum man nicht zum kumpel kann
  • meine freundinnen sind verkorkst
  • was man mit seiner zeit anfangen kann
  • beziehungsruine

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Wollt grad sagen | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | 2 Comments »

Zettelwirtschaft: Die lustigen Karteikarten von thisisindexed.com

Posted by christophkoch - 26. Februar 2009

Jessica Hagy betreibt mit THISISINDEXED.COM einen der lustigsten Blogs der Welt: Jeden Tag veröffentlicht sie eine neue, ganz persönliche Infografik.

Erinnerst du dich an deine erste Karteikartengrafik?

Die habe ich im Sommer 2006 gezeichnet. Ich hatte gerade einen grauenvollen Job hingeschmissen und arbeitete wieder freiberuflich als Werbetexterin, als ich las, dass jeder Krea tive einen eigenen Blog braucht. Weil ich keine Lust darauf hatte, der Welt Geschichten über meinen Hund und mein Frühstücksmüsli zu erzählen, nahm ich meinen Billigscanner und geklautes Büromaterial zur Hand – heraus kam »Indexed«.

Jeden Tag eine neue Infografik - thisisindexed.com

Jeden Tag eine neue Infografik - thisisindexed.com

Hat dich der Erfolg überrascht?

Ich hatte nicht mal damit gerechnet, dass irgendjemand die Seite überhaupt findet! »Indexed« ist ja auch nur aus einer Laune heraus entstanden. Was ich gelernt habe: Jeder kleine Quatsch, den du ins Netz stellst, kann das werden, was später mal auf deinem Grabstein steht. Also Vorsicht vor dem Internet!

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Neon | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

Klickenswert (2)

Posted by christophkoch - 20. Februar 2009

In der letzten Folge „Klickenswert“ noch Späße über die Promi-Doppelgängergalerien der deutschen Vanity Fair gemacht – schon wird das Heft eingestellt. Oh, süßes Hochgefühl der Macht! Dabei war’s doch gar nicht so gemeint, Herr Newhouse …

Aber über die deutsche Vanity Fair spotten durfte eh schon immer nur, wer selbst mal dort gearbeitet hat – also fast alle. Deshalb wundert es auch nicht, dass das Magazin öfter in der schönen Rubrik „Die Schmähkritik“ auftauchte, die man im von Partymaschine Ihle betriebenen Pop-Blog der taz lesen kann und sollte. Letztlich eine einfache Idee: Wenn irgendwo einer was Gehässiges, aber dennoch Lustiges über einen anderen sagt – zack, copy und paste, ab in die „Schmähkritik“ damit. Vor kurzem wurde die 150. Folge gefeiert, und man kann im Überblick noch mal schön nachsehen, wer recht oft stänkert (die Gallaghers, Nicky Wire) und wer viel angepupst wird (besagtes Magazin, Axl Rose, Thees Uhlmann). Geschimpfe und Gemaule widersprechen zwar grundsätzlich meinem Credo „Ich finde alles gut“ (Superpunk), aber solange es die anderen sind, die stänkern – wunderbar.

Kleiner Kaffee, große Sehnsucht.

Kleiner Kaffee, große Sehnsucht.

Leaving New York Never Easy

Ebenfalls simpel, aber dafür umso schöner anzusehen sind die Erinnerungen an New York, die der Grafikdesigner Christoph Niemann aus den Legosteinen seiner Söhne nachgebaut hat, um sich die trüben Berliner Wintertage zu versüßen. (via Popmoderne)

Zitty, bitte übernehmen Sie!

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Wollt grad sagen | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

Neue Folge der Hotel-Kolumne: Das Hotel Post in Bezau

Posted by christophkoch - 13. Februar 2009

Nach langem Warten endlich wieder eine neue Folge der beliebten Reihe „Hotels für Verliebte“ (für den angelsächsischen Markt unter dem Titel „Hotels für lovers, not for fighters“ erhältlich). Diesmal ging es in den Bregenzerwald, genauer gesagt ins schöne Bezau:

Für unsere Serie „Hotels für Verliebte“ hat das Autorenduo eine Winteridylle im verschneiten Bregenzer Wald entdeckt. Das preisgekrönte Haus mit dem schlichten Namen „Hotel Post“ eignet sich auch für Sommerferien in den Bergen.

Die Betten im Hotel Post

Auf der Alm da gibt's koa Sünd: Die Betten im Hotel Post

Lesen Sie auch:

Hotels für Verliebte: Hotel Atitlan (Guatemala)

Hotels für Verliebte: Villa Sorgenfrei (Radebeul)

Hotels für Verliebte: Hotel Ca’Pozzo (Venedig)

***

Foto: Jessica Braun

Posted in stern.de | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , , , , | Leave a Comment »

Die besten Suchanfragen im Januar 2009

Posted by christophkoch - 7. Februar 2009

Wer selbst ein Blog hat, kennt das wahrscheinlich: Man schaut in die Statistik und fragt sich, wie und woher die diversen Besucher eigentlich auf die eigene Seite kommen. Manchmal erfährt man es: über Links, über andere Blogs – oder aber über Suchmaschinen. Praktischerweise werden die Begriffe, nach denen die Leute gesucht haben, auch gleich mit angegeben.

Die besten Suchanfragen im Januar 2009

  • wenn männer an babys riechen
  • was zieh ich heute an was koch ich meinen kindern
  • woraus wird lila gemacht
  • Schildkrötenpanzer selbermachen
  • Nachbarn per Internet ärgern
  • Pseudonym Thees Uhlmann
  • Ist es erlaubt Filme nachzudrehen?
  • welche zigaretten raucht pete doherty?

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Wollt grad sagen | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | 4 Comments »